Ein Leben, in dem der Staatsapparat Beruf, Wohnung und selbst private Schritte kontrolliert und kritische Fragen Job, Familie und Freiheit gefährden – was heute unvorstellbar scheint, war bis 1989 für Millionen Menschen in der DDR bittere Realität. Wie viel Mut es damals erforderte, für die Freiheit auf die Straße zu gehen, beleuchtet der Rotary Club Detmold-Oerlinghausen bei einem besonderen Zeitzeugengespräch.

Am Mittwoch, den 4.11.2026, um 19.00 Uhr, öffnet das Niklas-Luhmann-Gymnasium Oerlinghausen seine Türen für eine Veranstaltung, die zum Nachdenken anregt. Zu Gast ist die Leipziger Zeitzeugin Beate Tischer. Als Bibliothekarin und engagiertes Mitglied der Oppositionsgruppe „Frauen für den Frieden“ an der Leipziger Nikolaikirche erlebte sie die dramatischen Ereignisse des Herbstes 1989 hautnah mit. Die Montagsgebete in Leipzig entwickelten sich trotz massiver Bedrohung durch die Stasi zur zentralen Plattform des gewaltfreien Protestes, dessen Ruf „Wir sind das Volk!“ schließlich das SED-Regime zum Einsturz brachte.

Mut und Mahnung für die Gegenwart

Frau Tischer wird authentisch von den damaligen Repressalien, der allgegenwärtigen Angst, aber vor allem vom unerschütterlichen Mut der Menschen berichten. Ihre Schilderungen werfen hochaktuelle Fragen auf: Wie verhält man sich als Einzelner gegenüber Unrecht? Und wie bewahren wir unsere Demokratie heute? Ganz im Sinne von August Bebel: „Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.“

Der Rotary Club organisiert an diesem Tag gleich zwei Veranstaltungen: Bereits am Vormittag (11.20 – 13.00 Uhr) findet eine Veranstaltung zur politischen Bildung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10.00 – 13.00 Uhr des Niklas-Luhmann-Gymnasiums statt. Abends ab 19.00 Uhr ist die gesamte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Prominente Unterstützung erhält der Abend durch den bekannten Radio-Bielefeld-Moderator Andreas Liebold („Liebold Live“), der das Gespräch feinfühlig und gewandt moderieren wird. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Statt Eintrittskarten bitten die Rotarier um eine freiwillige Spende. Der gesamte Erlös kommt einer von Beate Tischer benannten sozialen und historischen Initiative im Umfeld der Nikolaikirche Leipzig zugute.

Veranstaltungsdaten auf einen Blick: Zeitzeugengespräch „Unsere Friedliche Revolution 1989“ mit Beate Tischeram Mittwoch, den 4.11.2026, Beginn 19.00 Uhr im Niklas-Luhmann-Gymnasium Oerlinghausen. Moderation: Andreas Liebold (Radio Bielefeld), Eintritt: Frei (Spenden erbeten)

Häufig gestellte Fragen

Wann und wo findet das öffentliche Zeitzeugengespräch statt?

Das Zeitzeugengespräch findet am Mittwoch, den 4.11.2026, um 19.00 Uhr im Niklas-Luhmann-Gymnasium Oerlinghausen statt.

Wer ist Beate Tischer und welche Rolle spielte sie in der DDR?

Beate Tischer ist eine Leipziger Zeitzeugin, die als Bibliothekarin und engagiertes Mitglied der Oppositionsgruppe „Frauen für den Frieden“ an der Leipziger Nikolaikirche die dramatischen Ereignisse des Herbstes 1989 miterlebte.

Wer moderiert das Gespräch und gibt es Eintrittskosten?

Der bekannte Radio-Bielefeld-Moderator Andreas Liebold wird das Gespräch moderieren. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um freiwillige Spenden gebeten, deren Erlös einer von Beate Tischer benannten sozialen und historischen Initiative im Umfeld der Nikolaikirche Leipzig zugutekommt.