Die Erntezeit auf den lippischen Streuobstwiesen ist erfolgreich abgeschlossen. Teilnehmer des Freien Ökologischen Jahres (FÖJ) bei der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Lippe sowie die euwatec gGmbH haben die Früchte dieser traditionellen, umweltschonenden Kulturlandschaften geholt.
Das geerntete Obst wird in Kooperation mit der Lebenshilfe Detmold zu regionalem Saft gepresst. Daniel Telaar, Leiter der UNB, lobte die Aktion als „gelungenes Beispiel für gelebten Naturschutz und regionale Zusammenarbeit“, die zudem Wissen über traditionellen Obstanbau vermittelt. Die Ernte war reine Handarbeit: Mittels Rüttlern und manuellem Pflücken wurden Äpfel und Birnen schonend von den Bäumen geholt. Insgesamt wurden rund 2,3 Tonnen Obst gesammelt.
Ökologischer Mehrwert und Artenvielfalt: Streuobstwiesen bieten weit mehr als nur Obst: Sie sind unverzichtbare Hotspots der Artenvielfalt. Zahlreiche Vogel- und Insektenarten finden hier geschützte Lebensräume. Spechthöhlen und Totholz dienen seltenen Arten wie Steinkauz und Siebenschläfer als Zuhause, während Wildkräuter und Obstblüten ein reiches Buffet für Wildbienen und Schmetterlinge bereithalten. Der Kreis Lippe nutzt seine 16 Streuobstwiesen zudem zur Doppelnutzung, indem sie beispielsweise mit Schafen beweidet werden – ein weiterer Beitrag zur Nachhaltigkeit und Landschaftspflege.
Häufig gestellte Fragen
Was wurde im Kreis Lippe geerntet?
Im Kreis Lippe wurden 2,3 Tonnen Äpfel und Birnen auf Streuobstwiesen geerntet.
Wer war an der Ernte beteiligt?
Die Ernte wurde von Teilnehmern des Freien Ökologischen Jahres (FÖJ) bei der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Lippe sowie der euwatec gGmbH durchgeführt.
Was geschieht mit dem geernteten Obst?
Das geerntete Obst wird in Kooperation mit der Lebenshilfe Detmold zu regionalem Saft gepresst.
Welchen ökologischen Wert haben Streuobstwiesen?
Streuobstwiesen sind Hotspots der Artenvielfalt, bieten Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Insektenarten und tragen zur Landschaftspflege und Nachhaltigkeit bei, beispielsweise durch Schafbeweidung auf den 16 Wiesen des Kreises Lippe.