Alarmsignal aus Westfalen-Lippe: Frauen leiden deutlich häufiger an Osteoporose als Männer

5. Feb. 2026 | Gesundheit

Gesundheitsexperten mahnen zur Vorsorge für starke Knochen

KREIS WESTFALEN-LIPPE. Frauen im Kreis Lippe und Bielefeld sollten ihre Knochengesundheit unbedingt genauer im Auge behalten. Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest offenbart alarmierende Zahlen: In Westfalen-Lippe sind Frauen mit einem Anteil von 6,3 Prozent deutlich häufiger von Knochenschwund betroffen als Männer, bei denen der Anteil lediglich bei 1,3 Prozent liegt. Allein im Kreis Lippe wurden im Jahr 2023 rund 8.800 AOK-Versicherte wegen Osteoporose behandelt.

„Insbesondere bei älteren Menschen ist der Knochenschwund häufig krankhaft erhöht. Nach Abfall des Östrogenspiegels, der eine zentrale Rolle beim Schutz der Knochen spielt, sind Frauen nach der Menopause besonders gefährdet“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. In dieser Phase steigt das Risiko für Frakturen signifikant an.

Die stille Gefahr erkennen

Eine beginnende Osteoporose bleibt oft lange unentdeckt, da sie schleichend verläuft. Häufig bemerken Betroffene die typischen kleinen Brüche in den Wirbelkörpern zunächst gar nicht. Erst wenn im Alter ein deutlicher Verlust an Körpergröße eintritt, anhaltende Rückenschmerzen plagen oder Knochen plötzlich ohne große Krafteinwirkung brechen, wird die Krankheit offensichtlich. Spätestens bei einem Bruch ohne klare äußere Ursache sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Gewissheit bringt hier oft eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie). Wird der Verdacht bestätigt, stehen verschiedene medikamentöse Therapien zur Verfügung, etwa Bisphosphonate zur Hemmung des Knochenabbaus oder Parathormon zur Förderung des Aufbaus.

Prävention durch Ernährung und Bewegung

Doch es muss nicht erst zum Bruch kommen. Wehmhöner betont: „Durch eine kalziumreiche Ernährung, einen Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie regelmäßige sportliche Aktivitäten kann der Knochenabbau gestoppt und sogar effektiv gefördert werden.“ Zur Vorbeugung empfehlen Mediziner täglich mindestens 1.000 Milligramm Kalzium und 800 IE Vitamin D. Bei bereits bestehendem Knochenschwund sollte die Kalziumdosis auf 1.300 Milligramm erhöht werden.

Kalzium findet sich vor allem in fettarmen Milchprodukten, Nüssen, Samen, Grünkohl, Brokkoli sowie in Beeren und kalziumreichem Mineralwasser. Da der aktive Transport des Minerals im Körper von Vitamin D abhängt, ist auch Sonnenlicht essenziell. Da die Sonneneinstrahlung in Deutschland im Winter oft nicht ausreicht, kann eine Ergänzung durch Präparate sinnvoll sein.

Weitere Informationen stellt die AOK unter www.aok.de/pk/magazin – Stichwort „Osteoporose“ bereit.

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