
Gebannt lauschten heute die Kinder des Evangelischen Ichthys Familienzentrum Bielefeld der Geschichte ‚Weihnachten in Bullerbü‘, die von AOK-Leiter Kundenberatung PhDr. Boris Brandes anlässlich des 22. ‚Bundesweiten Vorlesetages‘ vorgelesen wurde. Foto: AOK/hfr.
Gebannt lauschten die Kinder des Evangelischen Ichthys Familienzentrum Bielefeld der Geschichte ‚Weihnachten in Bullerbü‘, die von AOK-Leiter Kundenberatung Boris Brandes vorgelesen wurde. Anlass war der 22. ‚Bundesweite Vorlesetag‘ mit dem Motto ‚Vorlesen spricht Deine Sprache‘, bei dem sich Brandes als Lesepate engagierte. Und das aus gutem Grund: „Vorlesen bildet die Grundlage für ganz viele Fähigkeiten, die Kinder und Erwachsene im Leben brauchen. Es hilft dabei, selbst leichter Lesen zu lernen, es stärkt das Einfühlungsvermögen, lässt in andere Lebenswelten blicken, regt die Fantasie an oder fördert auch den Umgang mit anderen. Kurzum: Vorlesen legt den Grundstein für eine erfolgreiche und gesunde Zukunft und ein verständnisvolles Miteinander“, sagt Brandes.
Vorlesen sorgt auch für entspannte Momente
Die AOK empfiehlt Eltern, das Vorlesen dauerhaft in den Familienalltag zu integrieren. „Vorlesen stärkt ja nicht nur die Lesekompetenz. Gemeinsame Rituale mit den Eltern leisten insgesamt einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des Kindes. Das zeigen auch die Ergebnisse unserer AOK-Familienstudien.“ In entspannter Atmosphäre zusammen zu Büchern greifen und sich Geschichten zu erzählen hat darüber hinaus noch weitere Vorteile: „Solche Momente können auch für digitale Auszeiten sorgen und dabei helfen, dass Kinder zur Ruhe kommen“, sagt Brandes.
Vorlesen muss festen Platz im Kinderzimmer haben
Kindern, denen nicht regelmäßig vorgelesen wird, fehlt dadurch auch eine wichtige Unterstützung für ihre sprachliche Entwicklung. Jeder dritte Schulanfänger in Bielefeld erhielt im Jahr 2024 rund um den Schulbeginn eine Sprachtherapie. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hieß es für 33,4 Prozent der sechsjährigen Kinder, nicht nur lesen, rechnen und schreiben zu lernen, sondern auch das richtige Sprechen. Jungen waren mit 33,8 Prozent häufiger betroffen. Bei den gleichaltrigen Mädchen waren es immerhin noch 33 Prozent. „Das muss nicht sein, wenn das Lesen einen festen Platz im Kinderzimmer hat“, wirbt Brandes für eine lebendige Lesekultur. Denn Lesen ist der Schlüssel zum Lernen und hilft Kindern, die Welt besser zu verstehen und ihre Sprache zu entwickeln.
Vorlesen weckt Begeisterung für Bücher
Das Ev. Ichthys Familienzentrum engagiert sich bereits seit vielen Jahren, um die Lesemotivation der Kinder zu fördern. „Der ‚Bundesweite Vorlesetag‘ ist eine tolle Initiative, um die Begeisterung für Bücher zu wecken. Das Anfassen und Anschauen von Büchern, aber eben auch das Zuhören machen das Lesen ‚begreifbar‘ und erfahrbar. Als Kindergarten unterstützen wir das gern, weil wir die Kinder im frühen Umgang mit Büchern fördern wollen und ihnen die Freude daran mit auf den Weg geben möchten“, sagt Alina Ortmann, Leiterin des Familienzentrums.

