Anzeige

Beratung und konkrete Hilfen der „AnDi“ für Betroffene

1. Dez. 2025 | Oerlinghausen

Antidiskriminierungsgruppe (AnDi) Oerlinghausen – hervorgegangen aus dem „Bündnis für Vielfalt und Toleranz“

AnDi: Eine neue Initiative gegen Diskriminierung in Oerlinghausen

Oerlinghausen (kd). Das gesellschaftliche Klima verändert sich zunehmend. Der Umgangston ist rauer geworden, Fälle von Mobbing, übler Nachrede, Herabsetzung und Bedrohung nehmen zu. In Oerlinghausen hat sich jetzt die unabhängige Arbeitsgruppe Antidiskriminierung (AnDi) gebildet, um dieser Tendenz entgegenzutreten.

Ob im Privaten oder im Beruf, es beginnt mit angeblich harmlosen Bemerkungen, zum Beispiel über die Herkunft, Geschlecht, Beeinträchtigung oder Alter. Schließlich steigert sich die Herabsetzung anderer Menschen zu offenem Hass. „Wir sind dagegen, andere klein zu machen, um sich selbst großartig zu finden“, lautet der Grundsatz der neuen Gruppe. „Wir nehmen es nicht hin, dass eine Atmosphäre der Verunsicherung, der Angst und des Hasses um sich greift.“

Konkrete Hilfsangebote für Betroffene

Die AnDi-Mitglieder wollen bewusst auf örtlicher Ebene aktiv werden und haben vor allem die Geschädigten im Blick. Sie können – auf Wunsch auch anonym – Beistand und konkrete Hilfen erhalten. Betroffene sollen erfahren, wie sie auf Diskriminierung reagieren und Vereinzelung überwinden können.

Ein besonderer Vorteil sind die vertraulichen, persönlichen Gespräche. Auf Seiten der Projektgruppe steht Sandra Neuber-Richeton als geschulte Fachkraft zur Verfügung. Die Helpuperin verfügt über umfangreiche berufliche Erfahrungen aus ihren Trainings in Sozialkompetenz, Mobbing und Deeskalation sowie durch ihre Beratung und Fortbildungen für Lehrkräfte und Erzieher. Betroffene können ab sofort über das „Notfallhandy“ ( Tel. 01575-6374491 oder per E-Mail (E-Mail: AnDi.oerli@web.de) Kontakt aufnehmen.

Aufruf zur Beteiligung und weitere Ziele

Darüber hinaus ist geplant, die Öffentlichkeit über die verschiedenen Arten von Diskriminierung und über lösungsorientierte Handlungsmöglichkeiten zu informieren. Die unabhängige Initiative ist offen für weitere Personen, die sich ebenfalls für ein solidarisches, tolerantes und friedfertiges Zusammenleben einsetzen wollen. So heißt es in der Grundsatzerklärung: „Wir sind dankbar für Hinweise und Vorschläge. Noch mehr freuen wir uns über weitere Mitwirkende, die den Satz aus dem Grundgesetz ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar‘ in Oerlinghausen mit Leben füllen möchten.“

AnDi im Kontext: Das Bündnis für Vielfalt und Toleranz

Die Antidiskriminierungsgruppe bezieht sich inhaltlich auf das „Bündnis für Vielfalt und Toleranz“. Es besteht seit Anfang 2025, als inhumane Rückführungspläne von Rechtsextremisten bekannt wurden. Seither haben rund 500 Personen und alle im Rat vertretenen demokratischen Parteien die Erklärung unterzeichnet.

Teilen:
Facebook
Whatsapp
Twitter
×

DasBlatt Newsletter

Bleiben Sie informiert!

Alle 2 Wochen lokale Neuigkeiten
Interessante Kleinanzeigen
50% Rabatt-Gutschein als Willkommensgeschenk
Jederzeit kündbar

Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Ihre Daten werden vertraulich behandelt.
Datenschutzerklärung

Anzeige