Foto: Archiv Petra Kretschmer
Gemeinde Leopoldshöhe informiert:
Leopoldshöhe setzt mit der Entwicklung der Brunsheide ein klares Zeichen für Wachstum, wirtschaftliche Stärke und kommunale Zukunftssicherheit.
Der Betriebsausschuss Eigenbetriebe wird am Dienstag, den 5.5.2026 über die Vermarktung der Grundstücke im Baugebiet Brunsheide beraten. Dabei werden auch Verkaufspreise für die Grundstücke und Fragen zur Wirtschaftlichkeit diskutiert werden.
Attraktiver Wohnraum im Quartier Brunsheide
Wer in der Brunsheide baut, erhält neben einem Grundstück gleichzeitig Zugang zu attraktiven Grünflächen und einem hochwertigen, generationengerechten Quartier. Große Anteile an Gemeinflächen ermöglichen kleinere Grundstücksgrößen, ohne auf Qualität und Wohnwert zu verzichten. Die Grundstückspreise pro qm in der Brunsheide werden daher höher liegen als in bisherigen Baugebieten. Im Gegenzug entfällt die Sorge um Gartenarbeit und Stellplätze. Das Quartier Brunsheide mit seinen Grünflächen und Spielplätzen erhöht die Wohnqualität für den gesamten Ortsteil Schuckenbaum.
Die langen Beratungen zum Thema Brunsheide haben gezeigt, dass es eine kluge Entscheidung ist, aktiv neuen Wohnraum zu schaffen und damit die Grundlage für eine stabile und erfolgreiche Entwicklung unserer Heimatgemeinde zu legen.
Stärkung der kommunalen Finanzen durch Bevölkerungswachstum
Bevölkerungswachstum ist für eine Kommune kein Selbstzweck, sondern ein zentraler Faktor für die finanzielle und strukturelle Zukunftsfähigkeit. Mehr Einwohnerinnen und Einwohner bedeuten mehr Kaufkraft, mehr Nachfrage im lokalen Handel, mehr Aufträge für Handwerk und Dienstleistungen und eine breitere Basis für kommunale Einnahmen. Besonders wichtig ist dabei der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.
In den kommenden Jahrzehnten ist durch das Baugebiet Brunsheide mit steigenden Einkommensteueranteilen zu rechnen. Bei 700 zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohnern lässt sich der kommunale Effekt grob mit 300.000,00 € zusätzlichen Einnahmen pro Jahr beziffern. Über einen Zeitraum von 20 Jahren ergibt das eine Größenordnung von ca. 6 Millionen Euro und damit eine klare wirtschaftliche Perspektive, die die mittelfristige Investition von 4,4 Millionen Euro sachlich unterstreicht. Zusätzlich entstehen durch die Grundsteuer mehrere Millionen Euro Mehreinnahmen. Das trägt langfristig zur Konsolidierung unserer Finanzlage bei.
Effizienzgewinne durch moderates Wachstum
Es ist erwiesen, dass ein moderates Wachstum vorteilhaft ist. Wachstum senkt die Pro-Kopf-Ausgaben erheblich, weil Fixkosten (Infrastruktur, Verwaltung, Straßen) auf mehr Schultern verteilt werden. Empirisch gilt: Ein Bevölkerungsanstieg um 1% geht im Durchschnitt mit einem Rückgang der Pro-Kopf-Ausgaben um 0,65% einher [1].
Die Brunsheide ist und bleibt eine strategisch kluge Entscheidung: Sie schafft Wohnraum, stärkt die kommunale Finanzkraft, erhöht die Attraktivität unserer Gemeinde und wirkt sich weit über die heutige Investition hinaus positiv auf die Entwicklung der Gemeinde aus.
[1] KfW Research – Fokus Volkswirtschaft, „Das wird teuer! – Kommunale Ausgaben in Zeiten des demografischen Wandels“, online abrufbar https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft/Fokus-2017/Fokus-Nr.-192-Dezember-2017-Kommunale-Ausgaben-Demografie.pdf