Als „Bergstadtbuben“ unterhielten Bernd Oberschelp und Timo Schilling die Senioren zur Karnevalszeit. Foto: Privat
Mit Liedern und Geschichten in die närrische Zeit
Karnevalsstimmung in Oerlinghausen
Oerlinghausen. Fröhliche Stimmung herrschte kurz vor Rosenmontag im Evangelischen Altenzentrum an der Robert-Koch-Straße in Oerlinghausen. Mit einem unterhaltsamen Programm stimmten zwei Mitglieder der Schützengesellschaft die Bewohner auf Karneval ein.
Musikalische Unterhaltung durch die „Bergstadtbuben“
Oerlinghausen ist nicht gerade als Hochburg der Fastnacht bekannt, doch bei Klassikern wie „Humba, humba, täterä“ und „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ sangen die 35 Senioren im Pausenraum sofort mit und klatschten im Takt. „Es war der Hammer, die älteren Herrschaften hatten viel Spaß“, berichteten Bernd Oberschelp und Timo Schilling. Mit Schlagwerk und Knopfakkordeon traten sie im Duo als „Bergstadtbuben“ auf. Und als dann noch „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ erklang, erreichte die gute Laune ihren Höhepunkt. Bernd Oberschelp: „Wir wollten schon aufhören, aber die Heimbewohner machten einfach weiter. Sie kannten alle Strophen!“
Geschichten, Quiz und lippische Begriffe
Nicht nur Lieder, auch kleine Gedichte, Geschichten und andere Wortbeiträge hatten die „Buben“ mitgebracht. So erinnerten sie an alte Fernsehzeiten, als es noch das Testbild gab. „Heute muss man rund um die Uhr gucken, immer weiter, weil man nicht den Knopf drückt“, sagte Oberschelp. „Das ist doch blöd. Man sollte einfach den Mut haben, auszuschalten und die Zeit zum Beispiel nutzen, um miteinander zu reden oder zu spielen.“ Zu einem großen Lacherfolg wurde das Quiz, bei dem es galt, die Bedeutung von lippischen Begriffen zu erraten. Was ist wohl ein Pölter? Was könnte ein Tucken sein? Oder was sind Pimpernellen?
Zukünftige Besuche bereits geplant
Den ersten Kontakt mit dem Altenzentrum suchten die „Bergstadtbuben“ im vergangenen Sommer. „Am Schützenfestsonntag wollten wir den Bewohnern mit einem kleinen Konzert ein bisschen Abwechslung bereiten“, berichtete Oberschelp. Im Dezember folgte dann der zweite Auftritt in dem Heim. Mit weihnachtlichen Liedern bereiteten das Musikanten-Duo die Heimbewohner auf die Festtage vor. Nach den bisherigen positiven Erfahrungen steht für die Beiden fest: „Das hat auch uns so viel Spaß gemacht, dass wir gern wiederkommen werden.“