
Ann Katrin Borchert hat erfolgreich am DATEV Challenge Roth, dem weltweit größten Langdistanz-Triathlon teilgenommen. Mit Ihrer Geschichte will sie Menschen ermutigen nicht aufzugeben, wenn man ein Ziel hat. Foto: Reiner Toppmöller
Ankommen ist das Ziel
Die 37-jährige gebürtige Salzuflerin Ann Kathrin Borchert, heute wohnhaft in Twistringen bei Bremen, hat am 5. Juli 2026 erfolgreich am DATEV Challenge Roth teilgenommen. Bei diesem weltweit größten Langdistanz-Triathlon in Mittelfranken erreichte sie nach 13,5 Stunden das Ziel und überwand dabei nicht nur die sportliche Herausforderung, sondern auch ihre persönliche Angst vor dem Schwimmen.
Der Weg zum größten Triathlon
Dabei war das schon einmal ganz anders. Ann Kathrin Borchert will mit ihrer Geschichte Mut machen. Ihr Erfolg, die Teilnahme am DATEV Challenge Roth, dem jedes Jahr tausende Athleten und Zuschauer nach Mittelfranken lockenden Langdistanz-Triathlon mit 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen, liegt denn auch noch nicht allzu weit zurück.
„Ich will hier gar nicht mit meiner Leistung prahlen, mir geht es darum, den Menschen da draußen die Message mit zu geben, egal was du willst, du kannst es schaffen, du darfst nur nicht aufgeben“, sagt sie immer noch voller Euphorie an die Erinnerung dessen was sie geschafft hat.
Panikattacke im Wasser
Sie strahlt zufrieden. Ihr Lachen, ja ihre ganze Ausstrahlung zeugt von positiver Lebenseinstellung. Dabei war das vor einigen Jahren noch gar nicht klar. Seit acht Jahren hat sie den Triathlon für sich entdeckt. Bei einer dieser kleineren Veranstaltungen jedoch eine für sie dramatische Erfahrung gemacht. Beim Schwimmen wickelten sich Unterwasserpflanzen um ihre Beine und sie geriet in Panik, glaubte zu ertrinken.
Die Wende durch Tiefenhypnose
„Jedes Mal, wenn ich vor einem Gewässer stand, stieg mein Puls auf 180. Ich hatte panische Angst. Da musste etwas geschehen, denn Triathlon ist einfach Meins“, erzählt die gelernte Physiotherapeutin. Drei Sitzungen mit Tiefenhypnose brachten die Wende. „Ich war danach wie erlöst.“
Harte Vorbereitung und der Startschuss
Vor zwei Jahren startete sie dann mit der Vorbereitung für den harten Langdistanz-Triathlon in Franken. 300.000 Menschen bewerben sich, doch nur 3.500 Sportler können teilnehmen, wenn um 6.35 Uhr Tausende Zuschauer auf den Startschuss zum Schwimmen im Main-Donau-Kanal warten.
Das Rennen: Von Schwimmen bis zum Ziel
„Vorbei die Zeit, wo ich wöchentlich 14 – 15 Stunden trainiert habe. Vorbei das Aufstehen, auch im Winter morgens um 5.00 Uhr, um 18 Kilometer zu laufen bevor es zur Arbeit geht. Jetzt heißt es ankommen“, erzählt sie voller Freude über das Geschehene. „Bei der Schwimmstrecke ist man noch darauf fokussiert schnell aus dem Wasser zu kommen. Beim Radfahren ist der Kopf dann ausgeschaltet. Man ruft seine Leistung ab und beobachtet seine Mitbewerber. Am Solarer Berg, dem Höhepunkt der Fahrradstrecke, drängen die Menschen auf die Straße. Es herrscht eine Stimmung wie bei der Tour-de-France. Ich war emotional total überwältigt. Das reißt einen mit.
Doch dann kommen ja noch die 42,2 Kilometer Laufen. Es gibt zwar Verpflegungsstationen aber du hast deine eigene Verpflegung dabei. Irgendwann kommt dir der Gedanke aufzuhören. Du bekommst Magenprobleme, doch dann willst du das nur noch überleben. Im Ziel denkst du: Nie wieder! Aber, ich habe mich schon wieder für 2027 angemeldet“, berichtet sie freudestrahlend. 13,5 Stunden war die junge Frau unterwegs: „Für mich ist das immer noch absolut unwirklich.“
Der Triumph und die Botschaft
Man sieht ihr an, wie sehr sie das Erlebte immer noch in sich trägt. Die erfolgreiche Teilnahme am Wettkampf, so sagt sie, ist die Belohnung für all die Mühe und Beweis dafür, dass man schaffen kann was man will, wenn man nicht aufgibt. Ihre Salzufler Familie hat sie bei der Challenge unterstützt und war dabei. Und ihr Lebenspartner sei fast soviel gelaufen wie sie: „Er war an fast allen Versorgungsstellen, er hat sich Sorgen um mich gemacht, denn zwischen durch ging es mir schon mal richtig mies“, fügt sie noch an. Für sie gäbe es keinen anderen Sport als Triathlon. „Auf sich gestellt durchzuhalten, dieses Einzelkämpfer Ding, ist glaube das ist meins“, sagt sie abschließend.
Häufig gestellte Fragen
Wann fand die DATEV Challenge Roth statt?
Die Triathlon-Veranstaltung, an der Ann Kathrin Borchert teilnahm, fand am 5. Juli 2026 statt.
Wer ist Ann Kathrin Borchert und woher kommt sie?
Ann Kathrin Borchert ist eine 37-jährige gebürtige Salzuflerin, die heute in Twistringen bei Bremen lebt. Sie ist gelernte Physiotherapeutin und hat an der DATEV Challenge Roth erfolgreich teilgenommen.
Wie hat Ann Kathrin Borchert ihre Angst vor dem Schwimmen überwunden?
Sie nutzte drei Sitzungen mit Tiefenhypnose, nachdem sie bei einer früheren Veranstaltung eine Panikattacke im Wasser erlebt hatte. Dies ermöglichte ihr, wieder am Triathlon teilzunehmen.
Welche Distanzen umfasst die DATEV Challenge Roth?
Die DATEV Challenge Roth ist ein Langdistanz-Triathlon, bei dem 3,8 Kilometer geschwommen, 180 Kilometer Rad gefahren und 42,2 Kilometer gelaufen werden müssen.




