Während der Projektwoche des Grundschulverbunds Süd gelang es Ababacar Coly, alle Mädchen und Jungen zu „Trommellöwen“ zu machen. Foto: kd
Rund 400 Schülerinnen und Schüler ließen die Trommeln gleichzeitig erschallen
Oerlinghausen (kd). Das hat es am Grundschulverbund Süd in Oerlinghausen noch nicht gegeben: Eine Woche lang stand Trommeln auf dem Stundenplan. Zum Abschluss gaben die 393 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit 27 Lehrkräften ein Konzert auf dem Pausenhof.
Ababacar Coly: Leidenschaft für Trommeln
„Trommeln ist meine Leidenschaft“, sagt Ababacar Coly. „Und die Freude daran möchte ich gern teilen.“ Seit einigen Jahren gibt er Workshops in Schulen, Kitas und für Erwachsene. „Mit den Trommel-Events möchte ich Menschen begeistern und sie die Lebensfreude meiner Heimat spüren lassen“, erklärt er. Schon in seiner Kindheit lernte er die Djembe zu spielen. Die traditionelle, fellbezogene Bechertrommel ist vor allem in Westafrika verbreitet, unter anderem im Senegal, der Heimat Colys.
Die Projektwoche: Rhythmische Reise und Gemeinschaftserlebnis
Während der Projektwoche nahm er die Schülerinnen und Schüler aus der Südtstadt und aus Lipperreihe mit auf eine rhythmische Reise nach Afrika. Jeden Tag waren zwei Schulstunden für das Üben reserviert. Beim Spiel lernten die Kinder verschiedene Techniken kennen und entwickelten schnell ein Gefühl für Takt und Zusammenspiel. Mit großer Freude probten sie gemeinsam und wuchsen dabei nicht nur musikalisch, sondern auch als Gemeinschaft zusammen. Die Begeisterung war deutlich spürbar. „Das Trommeln macht richtig Spaß, weil wir alle zusammenspielen!“, berichtete ein Zweitklässler stolz. Eine Viertklässlerin ergänzte: „Am Anfang war es gar nicht so leicht, unsere Hände tat sogar ein wenig weh aber jetzt können wir richtig coole Rhythmen.“
Wertevermittlung und Teamgeist
„Besonders wertvoll war das gemeinsame Arbeiten in der Gruppe, denn Rücksichtnahme, Konzentration und Teamgeist standen im Mittelpunkt der Woche“, berichtete Schulleiter Markus Landerbarthold. Auch in den normalen Unterrichtsstunden spielte das Thema Afrika eine wichtige Rolle und viele Fragen konnten beantwortet werden.
Das Abschlusskonzert: Klänge und Selbstwertgefühl
Am Abschlusstag versammelten sich alle „Antilopen“ der ersten Klassen, die „Giraffen“ (2. Klassen), die „Happy Hippos“ (3.) und die „Elefanten“ (4.) auf dem Pausenhof. Mit ihren selbstgebastelten Masken trugen sie die frisch erlernten Rhythmen vor. Weit darüber hinaus erschallten die dumpfen Klänge von mehr als 400 Trommeln. „Wenn man die Djembe in Afrika richtig spielt, sind die Töne noch in vier Kilometer Entfernung zu hören“, meinte Ababacar Coly. Zur Phantasiereise gehörten auch kleine Gesangseinlagen und Tanzbewegungen. Der Trommellehrer ist überzeugt, dass sich so ein gemeinsames Konzert positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. „Das Selbstwertgefühl wird enorm gesteigert und hinterlässt positive Energie“, sagt er.