Erinnerungskultur im GL-Unterricht – Lernen außerhalb des Klassenzimmers im 10. Jahrgang

24. Feb. 2026 | Bad Salzuflen

Stadt Bad Salzuflen

Im Rahmen des GL-Unterrichts setzte sich der 10. Jahrgang der Gesamtschule Aspe intensiv mit dem Thema Erinnerungskultur auseinander. Dabei standen bewusst außerschulische Lernorte im Mittelpunkt, um Geschichte nicht nur im Klassenraum zu behandeln, sondern sie erfahrbar und greifbar zu machen.

Stolpersteine-Touren durch Bad Salzuflen

Die Klassen 10a, 10b und 10c nahmen im Januar an geführten Stolpersteine-Touren durch Bad Salzuflen teil. Vor Ort lernten die Schüler*innen die Lebensgeschichten jüdischer Bürger*innen kennen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Die Stolpersteine im Stadtbild machten deutlich, dass diese Schicksale Teil der lokalen Geschichte sind – direkt vor unserer Haustür. Viele Jugendliche zeigten sich besonders betroffen davon, dass es sich um reale Menschen handelte, die einst in ihrer eigenen Stadt lebten.

Theaterbesuch: „Anne Frank“

Am 27.1.2026, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, besuchten die Klassen 10a, 10b und 10c das Landestheater Detmold und sahen das Theaterstück „Anne Frank“. Die Inszenierung ermöglichte einen emotionalen Zugang zur Geschichte Anne Franks und regte dazu an, über Ausgrenzung, Angst, Hoffnung und Menschlichkeit zu sprechen. Das Theater erwies sich dabei als eindrucksvolles Medium, um historische Inhalte nachhaltig zu vermitteln.

SchulKinoWochen und der Film „Amrum“

Ein weiterer Programmpunkt folgte im Rahmen der SchulKinoWochen: Der gesamte 10. Jahrgang besuchte die FilmBühne Bad Salzuflen am 5.2.2026 und sah den Film „Amrum“. Auch hier standen Fragen von Erinnerung, Verantwortung und dem Umgang mit Geschichte im Mittelpunkt. Der Film bot viele Gesprächsanlässe und eröffnete neue Perspektiven auf historische Zusammenhänge.

Bedeutung außerschulischer Lernformen

GL- und Geschichtslehrerin Zeynep Yilmaz betont die Bedeutung dieser Lernformen: „Als Geschichtslehrerin empfinde ich es als ein Muss, Erinnerung greifbar zu machen. Gerade außerschulische Lernorte eignen sich dafür besonders gut – sie machen Geschichte lebendig und erfahrbar.“

Erinnerungskultur aktiv gestalten

Die außerschulischen Aktivitäten zeigen, wie wichtig es ist, Erinnerungskultur aktiv zu gestalten. Für die Schüler*innen bedeutet dies, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern zu fühlen, zu hinterfragen und daraus Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft abzuleiten.

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