Gutes Jahr für Faulbaumbläulinge

7. Aug. 2026 | Leopoldshöhe

Ein gelb-schwarzer Schwalbenschwanz-Schmetterling sitzt auf lila Blüten eines Sommerflieders in einem Garten

NABU Leopoldshöhe – Naturinfo

Zum elften Mal rief der NABU NRW zur „Schmetterlingszeit“ auf. Zwischen dem 15.6.2026 – 15.7.2026 wurden bei idealem Sommerwetter 19.053 Falter gemeldet. Neben den Spitzenreitern Kohlweißling und Taubenschwänzchen fiel besonders der Faulbaumbläuling auf, der in diesem Jahr außergewöhnlich häufig gesichtet wurde.

Falterkenner Hans Dudler erklärt den Erfolg: „Bei anhaltend trockenem und sonnigem Sommerwetter waren schlicht viele Falter unterwegs.“ Der Faulbaumbläuling profitierte von warmen und blütenreichen Wochen im Frühjahr, die seinen Raupen reichlich Nahrung für eine individuenstarke Sommergeneration boten. Ewald Thies vom NABU Leopoldshöhe ergänzt, dass auch wanderfreudige Arten wie Distelfalter und Admirale bereits im Frühsommer verstärkt auftraten.

Schattseite der Bilanz: Rückgang bei anderen Arten Während einige Arten florierten, gab es auch Verlierer: Der Schornsteinfeger und das Landkärtchen wurden deutlich seltener gemeldet. „Die leichte Erholung des Vorjahres war nur von kurzer Dauer“, so Dudler, der die trockenen Sommer als Belastung für diese Arten hervorhebt. Dudler betont, dass ein positiver Trend einzelner Arten kein Grund zur Entwarnung ist. Für den langfristigen Erhalt der Artenvielfalt sei die Wiederherstellung wertvoller, nährstoffärmerer und pestizidfreier Lebensräume im Rahmen der EU-Wiederherstellungsverordnung entscheidend, auch wenn naturnahe Gärten und städtisches Grün wichtige Beiträge leisten.

Ergebnisse und Aufruf zum Handeln: Die Zählung zeigte die Weißlinge mit 3.989 Meldungen an der Spitze, gefolgt von Tagpfauenauge (1.583) und Großem Ochsenauge (1.018). Bei den Nachtfaltern dominierte das Taubenschwänzchen mit 905 Zählungen klar. Wer selbst helfen möchte, findet unter www.mehrgartenvielfalt.de vom Projekt „Mehr gArtenvielfalt in NRW“ praktische Tipps zur falterfreundlichen Gartengestaltung. Das Projekt wird vom NRW-Umweltministerium gefördert.

Ein Faulbaumbläuling mit blauen Flügeln und dunklerem Rand sitzt seitlich auf einem grünen Blatt
Das Taubenschwänzchen. Foto: Petra Gehle
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