
Vom Bergmannsweg eröffnet sich ein weiter Blick über das ehemalige Bergbaugebiet und das Ravensberger Hügelland bis zum Wiehengebirge.Foto: Bielefeld Marketing | Tim Fröhlich
„Bergmannsweg Kirchdornberg“ zeigt Spuren des Bergbaus in Bielefeld
Wo heute idyllische Wege durch die Bielefelder Landschaft am Fuße des Teutoburger Waldes führen, wurde einst Steinkohle abgebaut: Der „Bergmannsweg Kirchdornberg“ führt zwischen dem Kirchdornberger Ortskern und dem Bußberg durch eine Landschaft, die vom historischen Steinkohlebergbau geprägt wurde. Der Themen-Rundwanderweg ist fünf Kilometer lang. Eine kürzere, drei Kilometer lange und steigungsärmere Variante ist durch eine Verbindung auf Höhe des Wanderparkplatzes Schwedenfrieden möglich. Der Bergmannsweg wurde jetzt während der Tourismus- und Freizeitmesse „Caravan Salon“ in Düsseldorf vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet.
Themenstationen und Audio-Angebote
Sechs Themenstationen informieren über die Geschichte des Steinkohlebergbaus und die Erdgeschichte der Region. Ergänzend erzählen Audioangebote, die über QR-Codes mit dem Smartphone abrufbar sind, von der Vergangenheit des Ortes. Ein besonderer Höhepunkt ist die „Fern-Seh-Station“ am Bußberg. An der sogenannten Schwedenschanze eröffnet sich von der Kaiser-Friedrich-Gedächtnishütte ein weiter Blick über das ehemalige Bergbaugebiet und das Ravensberger Hügelland bis zum Wiehengebirge.
Hörerlebnis für Familien
Zwei Hörspiele machen die Geschichte der Landschaft hörbar. Hier verläuft zudem der bekannte Fernwanderweg Hermannsweg. Auch für Familien hält der Bergmannsweg ein besonderes Angebot bereit: In einer Hörgeschichte begleitet der kleine Max im Jahr 1786 seine Mutter zum Kohlebergwerk, um dem Vater – einem Bergmann – das Mittagessen zu bringen. Unterwegs entdeckt er die Welt des damaligen Bergbaus aus seiner eigenen Perspektive.
Entwicklung und Zertifizierung
Der Bergmannsweg wurde auf Initiative des Heimatvereins Dornberg und der Bezirksvertretung Dornberg gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Bielefeld, der Universität Bielefeld und Naturpark TERRA.vita entwickelt. Er trägt nun das Prädikat „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland – Kulturerlebnis“. Die Zertifizierung haben Bielefeld Marketing und das Umweltamt gemeinsam angestoßen und wurden dabei vom Teutoburger-Wald-Verband e.V. unterstützt, der sich auch um die Pflege des Weges kümmert.
Weitere Auszeichnung in Bielefeld
Neben dem Bergmannsweg wurde von den Prüfern des Deutschen Wanderverbandes außerdem der 2020 bereits ausgezeichnete Qualitätswanderweg „Von Burg zu Berg“ erneut zertifiziert. Der in der Kategorie „Stadtwanderung“ ausgezeichnete Rundweg verbindet auf knapp sieben Kilometern viele Höhepunkte am Bielefelder Pass des Teutoburger Waldes. www.bielefeld.jetzt/wandern
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Bergmannsweg Kirchdornberg?
Der Bergmannsweg Kirchdornberg ist ein fünf Kilometer langer Themen-Rundwanderweg in der Bielefelder Landschaft, der Spuren des historischen Steinkohlebergbaus zwischen dem Kirchdornberger Ortskern und dem Bußberg zeigt. Eine kürzere Variante von drei Kilometern ist ebenfalls möglich.
Wofür wurde der Bergmannsweg kürzlich ausgezeichnet?
Der Weg wurde während der Tourismus- und Freizeitmesse „Caravan Salon“ in Düsseldorf vom Deutschen Wanderverband als „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland – Kulturerlebnis“ zertifiziert.
Welche Besonderheiten bietet der Bergmannsweg für Besucher?
Entlang des Weges gibt es sechs Themenstationen zur Geschichte des Steinkohlebergbaus und zur Erdgeschichte. QR-Codes ermöglichen den Abruf von Audioangeboten, darunter Hörspiele und eine spezielle Hörgeschichte für Familien, die die Welt des damaligen Bergbaus erkunden lässt. Ein Höhepunkt ist die „Fern-Seh-Station“ am Bußberg.
Wer hat den Bergmannsweg entwickelt und pflegt ihn?
Der Bergmannsweg wurde auf Initiative des Heimatvereins Dornberg und der Bezirksvertretung Dornberg gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Bielefeld, der Universität Bielefeld und Naturpark TERRA.vita entwickelt. Der Teutoburg-Wald-Verband e.V. unterstützt die Zertifizierung und kümmert sich um die Pflege des Weges.


