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Millionen-Investition für die Mobilitätswende: Lippe elektrifiziert Busflotte

26. Nov. 2025 | Überregionales

Sparkassen als Partner: KVG Lippe setzt auf klimafreundlichen ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Kreis Lippe macht einen bedeutenden Schritt in Richtung Klimafreundlichkeit. Die Kommunale Verkehrsgesellschaft (KVG) Lippe setzt konsequent auf Elektromobilität: Bereits 20 E-Busse sind täglich im Einsatz, und bis Januar 2026 soll die gesamte Flotte von 39 Elektrobussen den Regelbetrieb aufnehmen.

Dieses ambitionierte Großprojekt wird von den Sparkassen Paderborn-Detmold-Höxter und Lemgo als verlässliche Finanzierungspartner begleitet. Als sichtbares Zeichen dieser Kooperation fährt bereits ein entsprechend gestalteter Bus auf der Linie 790 zwischen Detmold und Lemgo.

Starke Partnerschaft für die Transformation

Achim Oberwöhrmeier, Geschäftsführer der KVG, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Mit den Sparkassen hat die KVG Lippe einen zuverlässigen und starken Partner gefunden.“ Thorsten Hiber, Direktor Firmenkunden der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter, unterstreicht die Rolle der Sparkassen: „Wir freuen uns, mit der Finanzierung der KVG-Elektrobusse die Mobilitätswende in OWL aktiv zu begleiten und damit unsere Vorreiterrolle als Transformationsfinanzierer zu stärken.“

Investition und Förderung

Die Gesamtinvestitionskosten für die Umstellung auf die E-Busflotte belaufen sich auf 38,2 Millionen Euro. Davon werden 14,7 Millionen Euro durch Förderungen von Bund und Land gedeckt. Die Finanzierung des verbleibenden Differenzbetrages erfolgt über ein Investitionsdarlehen, für das die Sparkassen in einer Ausschreibung das beste Angebot vorgelegt haben. Dirk Batzer, Bereichsleiter Firmenkunden der Sparkasse Lemgo, hebt hervor: „Das Projekt zeigt, wie wir gemeinsam mit der KVG CO₂-Emissionen senken und unseren Kunden kompetente Begleitung bei zukunftsweisenden Investitionen bieten.“

Hintergrund und Ziele 

Den Grundstein legte ein Förderbescheid des Bundes Anfang 2023 für die Anschaffung der 39 E-Busse und des zugehörigen Lademanagement-Systems. Die Mehrkosten gegenüber Verbrennungsmotoren wurden zu 80 Prozent, das Betriebshofmanagement-System zu 40 Prozent bezuschusst. Die neuen E-Busse werden primär in den Linienbündeln I und V eingesetzt und verbinden wichtige Städte wie Bad Salzuflen, Lage, Lemgo und Detmold. Mit einer geschätzten Laufleistung von 70.000 Kilometern pro Bus und Jahr tragen sie maßgeblich zur CO₂-Einsparung bei.

Die Förderung alternativer Antriebe im Personennahverkehr ist Teil eines Programms des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, welches auf dem „Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz“ basiert. Dieses Gesetz, eine nationale Umsetzung der EU-Richtlinie 2019/1161 (Clean Vehicles Directive – CVD), sieht die schrittweise Umstellung von ÖPNV-Busflotten auf emissionsfreie Antriebe vor. Ziele sind die Verbesserung der Luftqualität, Senkung des Lärmpegels, Schaffung eines Marktes für emissionsfreie Fahrzeuge und die Reduktion von Treibhausgasen.

Ergänzend zur Busflotte erfolgte 2024 eine Förderung vom Land NRW für die Errichtung der Lade- und Wartungsinfrastruktur, die derzeit an sechs Standorten im Kreisgebiet in Betrieb genommen wird.

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