Prominentester Gast beim Grünkohlessen der CDU war Ministerin Ina Scharrenbach

23. März 2026 | Oerlinghausen

„Viele Anlässe zum Feiern“

Traditionelles Grünkohlessen der CDU Oerlinghausen

Oerlinghausen (kd). Die Einladung der CDU Oerlinghausen zum Grünkohlessen hat schon Tradition. Am Samstag kamen Mitglieder und Vertreter anderer Parteien in geselliger Runde – also ohne Tagesordnung und Rednerliste – im Alten Krug in Helpup zusammen. Auch der Landtagsabgeordnete Klaus Hansen, Landrat Meinolf Haase und Bürgermeister Peter Heepmann ließen sich die lippische Spezialität schmecken. Prominentester Gast war Landesministerin Ina Scharrenbach.

Lippe profitiert von Fördermitteln

„Sie kommt immer gern nach Lippe“, meinte Hansen. Häufig gebe es dafür auch einen konkreten Grund. Denn in den vergangenen vier Jahren habe der dritte Landesteil wesentlich mehr Fördermittel erhalten als bisher. „Und das macht mich stolz“, sagte der Abgeordnete.

Scharrenbachs Bezug zu Oerlinghausen und geschichtliche Perspektiven

Als Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hatte Ina Scharrenbach wiederholt Anlass, nach Oerlinghausen zu fahren. So weihte sie das Langhaus des Archäologischen Freilichtmuseums ein, eröffnete das Gesundheitszentrum und gratulierte den Naturfreunden zur Aufwertung ihres Gebäudes. „Sie haben viele Anlässe zu feiern“, begann sie ihre Rede. Zum Erstaunen der Anwesenden bezog sie sich jedoch nicht auf die Verleihung der Stadtrechte vor 100 Jahren. Vielmehr holte sie weiter aus und wies auf die erste schriftliche Erwähnung der Bergstadt vor 990 Jahren hin. „Ich habe mich ja vorbereitet“, meinte sie augenzwinkernd.

Heimat als Aufgabe und Lob des Ehrenamts

Ein solches Jubiläum mache auch Mut, zumal es gelungen sei, die Stadt über diesen langen Zeitraum immer weiter zu entwickeln. „Heimat ist kein Zustand, sondern eine Aufgabe“, formulierte Ina Scharrenbach. Dass eine Kommune funktioniere, liege vor allem auch an den ehrenamtlich Tätigen und ihren Organisationen. „Sie entscheiden, wie Oerlinghausen aussieht und deshalb wünsche ich ihnen ein lachendes Gesicht.“

Appell zur Baubeschleunigung: Das Freibad

Im vergangenen Herbst hatte die Ministerin viel Aufmerksamkeit erhalten, weil sie den Kommunen mangelnde Sparsamkeit vorgehalten hatte. Ihre Kritik vermied sie, erinnerte jedoch an die Fördermittel zum Bau eines neuen Freibads. „2021 erfolgte die erste Bewilligung, bitte fangen sie auch an, das wäre top“, sagte Scharrenbach. Prompt warf Bürgermeister Heepmann ein: „Wir sind ja schon dran.“

Stärkung der Region Ostwestfalen-Lippe

Nicht nur das Rheinland und das Ruhrgebiet würden finanziell unterstützt, versicherte sie. „Die Förderung wird nicht mehr an der Stadtgrenze von Dortmund enden.“ Ostwestfalen-Lippe habe eine starke wirtschaftliche Basis und viele erfolgreiche mittelständische Betriebe. Scharrenbach bezeichnete die Region als den „Daniel Düsentrieb des ganzen Landes“.

Zukunftspläne: Bildung und Baurechtsreform

Die Landesregierung sei bemüht, die Zukunft zu sichern. Dazu zählte die Ministerin die geplanten ABC-Klassen, um die Sprachkompetenz der Grundschüler zu stärken, und die Änderung der Landesbauordnung. „Das Bauen wird erleichtert, es müssen künftig nur noch Sicherheitsfragen beachtet werden“, hob Scharrenbach hervor. „Wir entlasten die Bauaufsicht und stellen 90 Prozent der bisherigen Vorschriften in den Aktenschrank.“ Sie erwarte aber zugleich, dass sich die Bürgerinnen und Bürger den Reformen nicht verschließen und „sich auf den Weg machen“.

Ausblick und Ermutigung für die Bürger

Die Ministerin wiederholte ihre Botschaft: „Sie können guten Mutes sein, denn 990 Jahre sind schon geschafft. Wenn sie 2026 wieder feiern, sind wir ihr erster Ansprechpartner.“ Ina Scharrenbach malte sich schon aus, wie auf einer riesigen Torte 990 Geburtstagskerzen brennen werden.

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