Mit dem Start der Heizsaison steigt das Risiko für Schimmelbefall in Wohnungen. Hauptgrund ist Feuchtigkeit in Innenräumen, die sich jedoch vermeiden lässt. „Schimmel ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch die Gesundheit schädigen. Richtiges Heizen und Lüften ist daher entscheidend“, betont Matthias Ansbach, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW. Die Verbraucherzentrale gibt sechs wichtige Tipps zur Vorbeugung.
Effektives Lüften schützt
Mehrmals täglich Stoßlüften ist entscheidend. Statt Fenster stundenlang zu kippen, sollten Sie mehrmals für fünf bis zehn Minuten querlüften. Dies lässt feuchte Luft entweichen und trockene Luft nachströmen. Besonders wichtig nach dem Aufstehen, Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen.
Luftfeuchtigkeit überwachen
Ideal sind 40 – 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Ein Hygrometer hilft bei der Kontrolle. Überschreitet der Wert regelmäßig diesen Bereich, droht Schimmel an kalten Wänden. Gezieltes Lüften und Heizen sind effektiver als Stromfresser wie Luftentfeuchter.
Räume richtig temperieren
Eine Grundwärme von 16.00 – 18.00 Uhr Grad sollte auch in Schlafzimmern oder Abstellräumen gehalten werden, um Kondensation zu verhindern. In Wohn- und Arbeitsräumen sind 20.00 – 22.00 Uhr Grad ideal. Lassen Sie die Wohnung nicht unter 16 Grad abkühlen. Türen zu kühleren Räumen sollten geschlossen bleiben.
Möbel platzsparend aufstellen
Vermeiden Sie es, große Möbelstücke wie Schränke direkt an kalten Außenwänden zu platzieren. Dahinter kann sich Feuchtigkeit stauen. Sorgen Sie für ausreichende Luftzirkulation, um Schäden zu verhindern.
Feuchtigkeitsquellen minimieren
Wäsche in der Wohnung zu trocknen, viele Pflanzen, Kochen ohne Deckel oder dauerhaft geschlossene Vorhänge erhöhen die Feuchtigkeit. Diese versteckten Quellen bewusst minimieren, z.B. durch verstärktes Lüften oder den Einsatz eines Kondensationstrockners.
Bausubstanz im Blick
Undichte Dächer oder feuchte Keller begünstigen Schimmel. Achten Sie auf graue Verfärbungen, feuchte Stellen oder modrigen Geruch. Frühzeitiges Handeln vermeidet größere Sanierungen. Mieter müssen ihren Vermieter bei Schimmelanzeichen umgehend informieren.
Weiterführende Informationen: • Tipps und Wissenswertes zu Schimmel: www.verbraucherzentrale.nrw/node/6794 • Der Ratgeber „Feuchtigkeit und Schimmelbildung“ kann hier bestellt werden: shop.verbraucherzentrale.de
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Hauptursache für Schimmel in Wohnungen während der Heizperiode?
Die Hauptursache für Schimmelbefall in Wohnungen während der Heizsaison ist Feuchtigkeit in Innenräumen.
Wer gibt Ratschläge zur Schimmelvermeidung?
Energieberater Matthias Ansbach von der Verbraucherzentrale NRW gibt wichtige Tipps zur Vorbeugung von Schimmel.
Wie lüftet man richtig, um Schimmel vorzubeugen?
Mehrmals tägliches Stoßlüften ist entscheidend. Es wird empfohlen, Fenster für fünf bis zehn Minuten quer zu lüften, besonders nach dem Aufstehen, Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen.
Welche Luftfeuchtigkeit ist in Wohnräumen ideal?
Die ideale Luftfeuchtigkeit in Innenräumen liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Ein Hygrometer hilft bei der Überwachung dieser Werte.
Was sollten Mieter bei Schimmelanzeichen tun?
Mieter müssen ihren Vermieter bei Schimmelanzeichen umgehend informieren, um frühzeitig handeln und größere Sanierungen vermeiden zu können.