Die Raupe des seltenen Totenkopfschwärmer wurde in Leopoldshöhe entdeckt. Foto: Ewald Thies, NABU Leopoldshöhe
NABU Leopoldshöhe – Naturinfo
Bemerkenswerte Entdeckung in Leopoldshöhe
In der vergangenen Woche machte eine Leopoldshöher Naturliebhaberin eine bemerkenswerte Entdeckung: Sie meldete dem NABU Leopoldshöhe den Fund einer ausgewachsenen Raupe des seltenen Totenkopfschwärmers. Die Raupe, die sich zur Zeit in der Verpuppung befindet, wurde von NABU-Mitglied Ewald Thies mitgenommen und wird nun genau beobachtet.
Der seltene Totenkopfschwärmer
Der Totenkopfschwärmer gilt in Mitteleuropa als sehr selten. Er ist ein Wanderfalter, der nur aus Afrika und Südeuropa einwandert, da seine Raupen hier nicht überwintern können. Obwohl die Art global nicht als gefährdet eingestuft wird, sind Funde von Raupen oder Faltern in Deutschland äußerst bemerkenswert. Bislang gab es aus OWL keine bekannten Fundmeldungen dieser faszinierenden Wanderfalterart.
Ernährung und Zukunftsaussichten
Die Raupen des Totenkopfschwärmers ernähren sich hauptsächlich von Kartoffelpflanzen (Solanum tuberosum). Angesichts des in unserer Region verstärkten Kartoffelanbaus stehen die Chancen gut, dass wir diese beeindruckenden Falter in Zukunft öfter zu Gesicht bekommen könnten. Ein Zeichen dafür, wie sich Veränderungen in der Landwirtschaft auf die heimische Fauna auswirken können.