
Fotos © AWO Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe
Leopoldshöhe. In den vergangenen Wochen drehte sich für die zukünftigen Schulkinder der AWO Kindertagesstätte Am Kreisel alles um Zahlen, Formen und Mengen. Im Rahmen des Schulkinderprojekts „Zahlengarten“ trafen sich die Vorschulkinder jeden Dienstagvormittag, um Mathematik mit allen Sinnen zu entdecken und zu erleben.
Gemeinsam begaben sich die Kinder auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der Zahlen. Dabei stand nicht das Auswendiglernen im Vordergrund, sondern das Begreifen, Erleben und Verstehen. Jedes Kind wurde individuell begleitet, sodass sich das natürliche Interesse an Zahlen Schritt für Schritt zu echtem mathematischem Verständnis entwickeln konnte – eine wertvolle Vorbereitung auf den Schulalltag.
Woche für Woche wuchs die Vorfreude auf die nächste Zahl. Der Zahlengarten entpuppte sich als großes Abenteuer: bunt, abwechslungsreich und so einzigartig wie die Kinder selbst.
Mathe wird lebendig
Im Zahlengarten wurde Mathematik auf vielfältige Weise erfahrbar: Beim Zielwerfen mit Socken oder beim Legen von Formen aus Flaschendeckeln waren Konzentration, Koordination und Zahlenverständnis gleichermaßen gefragt – und Bewegung kam garantiert nicht zu kurz.
Zahlen wurden nicht nur gezählt, sondern auch gefühlt und geschmeckt. Ein Butterkeks wurde zunächst als Viereck ertastet, anschließend in vier gleich große Teile zerlegt – und am Ende natürlich genussvoll verzehrt. Auf den Geschmack gekommen, wurden eigene Zahlenkekse gebacken, die später alle Kinder der Einrichtung kosten durften. So ging Mathe buchstäblich „durch den Magen“.
Beim Abmalen der eigenen Körperumrisse entdeckten die Kinder Zahlen ganz nah bei sich selbst – von einer Nase bis zu zehn Fingern. Zahlen wurden dadurch greifbar und persönlich.
Lernen im Alltag
Als letztes besonderes Angebot stand ein Zahlenspaziergang auf dem Programm. Dabei zählten die Kinder Fenster, entdeckten Hausnummern und stellten fest, wie viele Zahlen ihnen im Alltag begegnen. Ein Höhepunkt war der Besuch auf dem Wochenmarkt: Jedes Kind durfte mit bis zu fünf Euro im eigenen Portemonnaie sein Lieblingsobst oder -gemüse einkaufen. Stolz bestellten die Kinder selbstständig, bezahlten an den Ständen und wuchsen sichtbar an dieser Erfahrung.
Zum krönenden Abschluss der Reise bis zur Zahl 10 bastelte jedes Kind eine persönliche Zahlenraupe. Als Erinnerung an das erfolgreiche Schulkinderprojekt erhielt jedes Vorschulkind außerdem eine Urkunde, die den gemeinsamen Lernweg würdigte.
Der Zahlengarten hat gezeigt: Mathematik kann Spaß machen – wenn man sie erlebt, bewegt, fühlt und in den Alltag integriert. Eine wertvolle Grundlage für einen gelungenen Start in die Schulzeit.



