
AOK zum Weltnichtrauchertag: Rauchverzicht wirkt sich unmittelbar auf die eigene Gesundheit und auch auf die der Passivraucher aus. Foto: AOK/ colourbox /hfr
AOK zum Welt-Nichtrauchertag: Rauchen bleibt die Hauptursache für chronische Lungenerkrankungen und erhöhtes Krebsrisiko
Der Welt-Nichtrauchertag am 31.5.2026 rückt die verheerenden Folgen des Rauchens erneut in den Fokus. Die AOK NordWest weist auf alarmierende Zahlen hin: Allein in den Kreisen Lippe und Bielefeld leiden über 23.700 Menschen an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Davon sind 14.100 Betroffene im Kreis Lippe und 9.600 in Bielefeld registriert, wobei die Zahlen nur Patienten ab 40 Jahren berücksichtigen. Dies entspricht 7,1 Prozent der Bevölkerung im Kreis Lippe und 5,5 Prozent in Bielefeld.
Rauchen als Hauptursache
Rund 90 Prozent der COPD-Patientinnen und -Patienten rauchen oder haben früher geraucht, was die Tabaksucht zur mit Abstand größten Ursache dieser Krankheit macht. Matthias Wehmhöner, AOK-Serviceregionsleiter, betont eindringlich: „Rauchen ist weiterhin der größte vermeidbare Risikofaktor für COPD und Krebs. Daher sollten wir bei diesem Thema weiter am Ball bleiben und den Rauchverzicht gerade bei Jugendlichen im Kreis Lippe fördern, damit sie erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen.“ Neueste Erkenntnisse zeigen zudem, dass Frauen aufgrund empfindlicherer Bronchien gefährdeter sind als Männer, auf Schadstoffe zu reagieren.
Typische Symptome und Krankheitsverlauf
COPD äußert sich durch die charakteristischen „AHA“-Symptome: Atemnot, Husten und Auswurf. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt ab dem 40. Lebensjahr signifikant an. Durch das Rauchen eingeatmete Partikel lösen eine Entzündung des Lungengewebes aus, die langfristig zu einer chronischen Verengung der Bronchien führt und den Atemwiderstand erhöht. Auch andere Schadstoffe und chronische Atemwegsinfekte können die Entstehung und Verschlimmerung der Krankheit begünstigen.
Prävention und AOK-Unterstützung
„Tabaksucht ist mit über 80 Prozent die Hauptursache aller Lungenkrebsfälle sowie anderer Krebserkrankungen wie Darmkrebs“, warnt Wehmhöner. Zudem sei Rauchen neben Stress, Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes. Obwohl viele Raucher bereits versucht haben, aufzuhören, scheitern sie oft an der starken physischen und psychischen Abhängigkeit. Die AOK NordWest engagiert sich seit Jahren aktiv, um ihren Versicherten den Weg in ein nikotinfreies Leben zu ebnen. Sie bietet spezielle Kursangebote vor Ort und Live-Online-Kurse an, die den Teilnehmenden helfen, sich dauerhaft von der Zigarette zu verabschieden. Um auch junge Menschen zu motivieren, beteiligt sich die AOK am bundesweiten Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen „Be Smart – Don’t Start„.
Strukturierte Behandlung für COPD-Patienten
Für Menschen, die bereits an COPD leiden, bietet das spezielle Behandlungsprogramm AOK-Curaplan eine strukturierte Unterstützung. Es hilft, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten und die Lebensqualität zu verbessern. Neben regelmäßiger ärztlicher Beratung und Koordination der Behandlung sind auch besondere Schulungen Teil des Programms.
Weitere Informationen erhalten Interessierte online unter aok.de/nw unter dem Stichwort „Curaplan“.

