Ein Buntspecht-Weibchen. Foto: Martin Düsterberg, NABU Leopoldshöhe
NABU Leopoldshöhe informiert
Wenn es im Wald klopft, hämmert und trommelt, ist meist ein Specht am Werk. Ob Buntspecht, Grünspecht oder Schwarzspecht – die sogenannten Zimmerleute des Waldes sind wahre Meister ihres Fachs und wichtiger, als viele vermuten. Mit ihrem kräftigen Schnabel schlagen sie in die Baumrinde, um Insekten und Larven aufzuspüren, die sie mit ihrer langen Zunge aus kleinsten Ritzen ziehen. Starke Füße und ein fester Schwanz machen sie dabei zu echten Kletterprofis.
Doch ihre Rolle geht weit über das Handwerk hinaus: Sie sind die Baumeister des Waldes. Indem sie Bruthöhlen zimmern, schaffen sie lebenswichtigen Wohnraum für Nachmieter wie Meisen, Fledermäuse, Siebenschläfer oder Wildbienen. Ohne die Vorarbeit der Spechte hätten viele dieser Waldbewohner keinen Unterschlupf.
Indikatoren für gesunde Wälder
Ein Wald, in dem Spechte trommeln, ist ein lebendiger und gesunder Wald mit ausreichend Totholz und Artenvielfalt. Besonders der Klein- und Mittelspecht gelten als Indikatorarten für naturnahe Ökosysteme, da sie auf alte, strukturreiche Wälder angewiesen sind. In modernen Wirtschaftswäldern fehlen diese Altholzinseln oft, weshalb der Schutz dieser Lebensräume essenziell ist.
Der NABU Leopoldshöhe setzt sich für den Erhalt alter Wälder ein und bittet die Bevölkerung um Mithilfe:
Wer jetzt im Spätwinter oder Frühjahr Spechte in den heimischen Wäldern hört oder sieht, wird gebeten, dies zu melden. Egal ob Schwarz-, Grün-, Grau-, Bunt-, Klein- oder Mittelspecht – Hinweise nimmt der NABU unter E-Mail: info@nabu-leopoldshoehe.de entgegen.