Ein stechender Schmerz in der Ferse bei den ersten Schritten am Morgen oder nach längerem Sitzen – diese Beschwerden kennen viele. Oft steckt dahinter eine Plantarfasziitis, umgangssprachlich als Fersensporn bekannt. Hierbei handelt es sich um einen knöchernen Auswuchs am Fersenbein, der jedoch meist nicht selbst schmerzt, sondern eine damit verbundene Reizung der Sehnenplatte unter der Fußsohle verursacht.

Aktuelle Zahlen und Entwicklung

Aktuelle Auswertungen der AOK NordWest zeigen eine besorgniserregende Entwicklung: Im Jahr 2024 waren allein im Kreis Lippe 2.154 Menschen wegen eines Fersensporns in Behandlung, in Bielefeld 1.711. Die Zahlen steigen weiter: Im Jahr 2025 erhöhte sich die Anzahl im Kreis Lippe um 8,2 Prozent auf 2.330 Betroffene und in Bielefeld um 2,5 Prozent auf 1.754 Betroffene.

Ursachen und Entstehung

„Ein Fersensporn entsteht größtenteils in Folge einer Überlastung, zum Beispiel durch körperliche Aktivität mit ungewohnt langen Steh- oder Gehzeiten, durch Adipositas oder bei Fußfehlstellungen“, erklärt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Dr. Katja Schwarzenhölzer von der AOK NordWest ergänzt: „Der Fersensporn selbst verursacht meist keine Schmerzen; häufig ist aber die Sehnenplatte unter der Fußsohle gereizt und schmerzt, brennend oder ziehend, wenn sie über längere Zeit stark belastet wird.“

Behandlung und Gewichtsreduktion

Zur Linderung der Beschwerden rät Dr. Schwarzenhölzer Betroffenen zu geeigneten Schuhen mit dämpfender Sohle, regelmäßigem Kühlen und Massieren. „Schmerzauslösende Belastungen sollten reduziert werden. Kühlen sowie Dehn- und Kräftigungsübungen können helfen. Kurzzeitig können in Absprache mit dem Arzt auch Schmerzmedikamente angewendet werden“, so Dr. Schwarzenhölzer. Bei Fußfehlstellungen sind zudem orthopädische Einlagen angeraten.

Die Gewichtsreduktion ist ein wichtiger Faktor: „Eine Gewichtsabnahme kann den Fuß entlasten und die Beschwerden lindern. Zusammen mit regelmäßigen Übungen unterstützt dies die Genesung“, betont Dr. Schwarzenhölzer. Weniger Körpergewicht entlastet das Fersenbein und die entzündete Sehne. Obwohl die Heilung mehrere Monate bis zu einem Jahr dauern kann, ist eine Beschwerdefreiheit für viele Betroffene erreichbar.

Weitere Informationen zum Thema ‚Gesunde Ernährung‘ unter www.aok.de/nw

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Fersensporn?

Ein Fersensporn, medizinisch Plantarfasziitis, ist eine Reizung der Sehnenplatte unter der Fußsohle, oft verursacht durch einen knöchernen Auswuchs am Fersenbein. Typische Symptome sind stechende Schmerzen in der Ferse.

Wie hat sich die Zahl der Betroffenen in Lippe und Bielefeld entwickelt?

Die AOK NordWest verzeichnete im Jahr 2024 in Lippe 2.154 und in Bielefeld 1.711 Betroffene. Bis 2025 stiegen die Zahlen in Lippe auf 2.330 (plus 8,2 Prozent) und in Bielefeld auf 1.754 (plus 2,5 Prozent).

Was sind häufige Ursachen für einen Fersensporn?

Laut AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner entsteht ein Fersensporn meist durch Überlastung, zum Beispiel durch langes Stehen oder Gehen, Übergewicht (Adipositas) oder Fußfehlstellungen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten werden empfohlen?

Dr. Katja Schwarzenhölzer von der AOK NordWest rät zu geeignetem Schuhwerk mit dämpfender Sohle, regelmäßigem Kühlen und Massieren sowie Dehn- und Kräftigungsübungen. Auch eine Gewichtsabnahme kann die Beschwerden laut Dr. Schwarzenhölzer lindern.