
Mit einem Gemeinschaftskonzert in der Helpuper Kirche setzten die Mitglieder der beiden Chöre ihre musikalische Zusammenarbeit fort. Foto: Privat
Ein beeindruckendes Gemeinschaftskonzert in der Helpuper Kirche
Oerlinghausen-Helpup (kd). Das vom Chor „InkogniTon“ und vom CVJM-Posaunenchor gestaltete Konzert „Friedensklänge“ hat einen starken Zuspruch erfahren. In der vollbesetzten Helpuper Kirche erlebten die Zuhörer am vergangenen Sonntag ein ebenso vielfältiges wie ansprechendes musikalisches Programm.
Die Kraft der Musik: Eine Botschaft des Friedens
Die Musik habe viele Vorzüge, sagte Pfarrer Stefan Weise in seiner Begrüßungsansprache. Musik könne nicht nur unterhalten, sondern habe auch die wunderbare Kraft Impulse zu setzen, Kraft zu geben, Trost zu spenden. Vor allem aber könne sie die Menschen verbinden. Wer offen aufeinander zugehe, trage zu einem friedlichen Zusammenleben bei. „Und wir brauchen dringend Frieden“, sagte Weise unter Hinweis auf die zahlreichen gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Welt. Doch es erscheine fraglich, ob dies den Menschen aus eigener Kraft gelingen kann. Insofern sei die von Martin Luther verfasste Liedstrophe „Verleih uns Frieden gnädiglich“ als eine ehrliche Bitte zu verstehen.
Gemeinsamer Auftakt und thematische Vielfalt
Mit dem dazugehörigen Musikstück von Felix Mendelssohn Bartholdy hatten die beiden Chöre gemeinsam das Konzert eröffnet. So unterschiedlich sie auch in Erscheinung traten, so harmonisch passten Gesang und Bläserklang zusammen. Hier die 14 Sängerinnen und Sänger aus Oerlinghausen, dort die 25 Instrumentalisten. „Wir haben schon einmal ein Konzert gegeben und wollten diesmal an die guten Erfahrungen anknüpfen“, sagte Christa Prüssner, die Leiterin des Posaunchores. „Beim ersten Mal haben die Ensembles jeweils allein gesungen und gespielt. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass wir diesmal mehrere Stücke auch gemeinsam vortragen.“
Um dem gewählten Thema gerecht zu werden, standen musikalische Beispiele aus verschiedenen Epochen auf dem Programm. So folgte nach dem Beispiel aus der Zeit der Romantik die „Hymn to Freedom“ des Jazzpianisten Oscar Petersen. Trotz der Gegensätze, allen Kompositionen lag der sehnliche Wunsch nach Frieden zugrunde.
InkogniTons musikalische Reise
In dem traditionellen amerikanischen Lied „Wayfaring Stranger“ kommt die Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits zum Ausdruck. Chorleiter Garry Walters hat es für „InkogniTon“ neu arrangiert. Ausgesprochen temperamentvoll kamen die Sängerinnen und Sänger mit „Stand up“ daher. Mit Fingerschnippen und Stampfen unterstrichen sie die Aussage des Titelstücks aus dem Film „Harriet“, der den ausgeprägten Freiheitswillen betont. Von einer tiefen Sehnsucht nach liebevollen Gefühlen kündet der „Song of the Boatsman“ aus dem 18. Jahrhundert, das der Chor zum Teil in Originalsprache auf Gälisch sang.
Posaunenchor und Interaktion mit dem Publikum
Getragene Werke und flotte Rhythmen wechselten sich ab. Mit der „Fanfare“ stellten auch die vier Jungbläser eine Probe ihres Könnens vor. An Bigband-Sound erinnerte der Posaunenchor beim Stück „When Israel was in Egypts land“. Mehrfach lud Chorleiter Rüdiger Meyer auch die Zuhörer ein, den Liedtext mitzusingen. Bei den programmatischen Werken „Shalom“ und bei „Peace shall be with you“ folgten sie der Aufforderung nur allzu gern. Die Musik habe sich wohltuend auf ihre Befindlichkeit übertragen, meinten anschließend mehrere Zuhörer.
Ein gelungener Ausklang
Großer Applaus war den beiden Chören und ihren Leitern gewiss. Bei anhaltend hoher Temperatur setzten die Besucher den Abend an der Kirchwiese mit einem Imbiss und kühlen Getränken fort.

