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Ministerin setzt sich selbst auf den Bagger

20. Dez. 2025 | Leopoldshöhe

Spatenstich am Baugebiet Brunsheide

Vom Protest zur feierlichen Zeremonie

Leopoldshöhe (rto). Das Bebauungsgebiet Brunsheide hat im Wahlkampf und und davor eine große Rolle in politischen Raum gespielt. Es führte zu Protesten und dem gewaltigen Anstieg der Stimmen für die PUB. Davon war jetzt zum Spatenstich nichts mehr zu sehen. Keine Proteste, kein Vertreter der Protestler, dafür eine Ministerin, die nicht nur alle Anwesenden mit Handschlag begrüßte, sondern sich auch selbstbewusst in den Bagger setzte, um die erste Schaufel Erde zu bewegen.

Das Projekt Brunsheide ist in der Gemeinde seit dem Jahr 2018 im Gespräch und von Bund und Land gefördert, um bezahlbare Mietwohnungen zu schaffen.

Bürgermeister Hoffmann: Das größte Bauprojekt der Gemeinde

Das betonte auch Bürgermeister Martin Hoffmann, der zum Spatenstich sagte: „Es ist das größte Bauprojekt der Gemeinde. Das Projekt Brunsheide ist so geplant und auch vom Land gefördert worden, dass wir preiswerten Wohnraum in dieser immer noch wachsenden Gemeinde schaffen. Es ist für die Menschen gedacht die hier im Alter ihre Eigenheime aufgeben, nicht wegziehen wollen, aber auch für Menschen aus Bielefeld, die hier herziehen möchten. Leopoldhöhe hat einen Eigenheimanteil von rund 70 Prozent, das ist ein großer Flächenbedarf, den wir so nicht mehr vorhalten können. Brunsheide soll auch ein Vorbildcharakter werden für urbanes Dorfleben.“

Ministerin Scharrenbach lobt modernes Konzept

Ina Scharrenbach (Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW), die, wie Landrat Meinolf Haase und Regierungspräsidentin Anna Bölling, zum Spatenstich gekommen war sagte, dass Leopoldshöhe mit den 70 Prozent Eigenheimanteil weit über dem Durchschnitt in NRW läge. „Die Überlegung, dass Menschen aus Bielefeld auf das Land ziehen, ist richtig. Die Planung des Gebietes aus Sicht der Architektur und des Klimas super modern. Es ist schön zu sehen, dass die Regionale (Anmk: Ein Wirtschaftsförderprogramm der Landesregierung) sich bis heute auswirkt.“

Weitere politische Stimmen zum Projekt

Regierungspräsidentin Anna Bölling sprach von einem Spatenstich der besonderen Art an einem kalten Freitagmorgen (19.12.2025). „Ein Beispiel dafür, dass wir in OWL es anpacken und ein Paradebeispiel für städtebauliche Entwicklung“, so die Regierungspräsidentin.

Landrat Haase, sieht im Projekt eine gute Werbung für den Kreis und hofft auf viele Nachahmer.

Der praktische Spatenstich und gemütlicher Ausklang

Nach dem offiziellen Spatenstichfoto drängte es die Ministerin dann auf den Bagger. Hier zeigte sie nicht nur keine Scheu, sondern auch, dass sie nicht das erste Mal ein solches Geräte beherrschte. Nach ihrem erfolgreichen Umsetzen von Erde fordert sie auch Bürgermeister Martin Hoffmann auf es ihr gleich zu tun. Bei warmen Punsch und Weihnachtsgebäck ging es danach noch unter das aufgestellte Zelt.

Bürgermeister Martin Hoffmann ließ es sich nicht nehmen etwas zu „Baggern”.
Nach einer Einweisung…
…zeigte auch eine taffe Ministerin was sie auf dem Bagger kann.
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