Nahost-Konflikt treibt Energiepreise: Was Verbraucher jetzt beachten sollten

26. März 2026 | Überregionales

Verbraucherzentrale NRW informiert

Der Nahost-Konflikt belastet die internationalen Energiemärkte, was zu spürbar gestiegenen Preisen für Öl und Erdgas führt. Ingrid Deutmeyer von der Verbraucherzentrale NRW beruhigt: „Für Verbraucher:innen bedeutet das nicht automatisch sofort höhere Gaspreise im eigenen Vertrag. Zwischen Börsenpreisen und Tarifen für Haushalte liegt oft eine zeitliche Verzögerung.“

Dennoch gibt es eine Entwicklung: „Wir beobachten seit kurzem eine Veränderung bei Neukundentarifen auf den Vergleichsportalen. Die höheren Preise an den Gasbörsen durch den Irankrieg werden nun von vielen Anbietern eingepreist.“ Dies wird für bestehende Verträge relevant, sobald Preisgarantien auslaufen. Die Verbraucherzentrale NRW bietet vier Tipps, um in dieser Lage zu agieren und langfristig unabhängiger zu werden.

Gasvertrag prüfen

Gasverbraucher sollten ihren Vertrag auf Preisniveau, Laufzeit und Preisgarantie prüfen. Läuft die Garantie bald aus, drohen Preiserhöhungen. Beim aktuellen Anbieter sollten Verlängerungsoptionen mit neuer Preisgarantie erfragt werden. Bei unzureichenden Angeboten ist ein Wechsel ratsam. Günstige Tarife beginnen bei etwa zehn Cent pro Kilowattstunde (Anfang März noch acht Cent). Bei Vergleichsportalen sollten Bonus und „direkte Wechselmöglichkeit“ herausgefiltert werden, um realistische Angebote zu finden.

Heizölpreise beobachten

Heizölpreise sind rasant gestiegen und schwanken stark. Aktuell kostet Heizöl (3.000 Liter) rund 145,00 € pro 100 Liter, ein Wert wie in der Energiekrise 2022. Bei ausreichend gefülltem Tank kann man abwarten. Ist er weniger als 15 Prozent gefüllt, empfiehlt sich eine kleinere Bestellung. Ein Preisvergleich sowie die Prüfung der Händlerseriosität (via Fakeshopfinder der Verbraucherzentrale NRW) sind unerlässlich.

Blick auf die Fernwärmepreise

Fernwärme, oft gasbasiert, wird meist nur einmal jährlich im Preis angepasst. Daher bleiben Preise für viele Fernwärmekunden vorerst stabil, eine Erhöhung könnte jedoch mit etwa einem Jahr Verzögerung eintreten. Das Ausmaß hängt von der Krisendauer und den Preisindizes ab. Für Mieter:innen zeigen sich höhere Preise oft erst mit zweijähriger Verzögerung in der Nebenkostenabrechnung.

Langfristig unabhängiger werden

Der Konflikt zeigt die Abhängigkeit der Energiepreise von globalen Entwicklungen. Langfristige Unabhängigkeit ist daher erstrebenswert. Eigentümer:innen können alternative Heizsysteme wie Wärmepumpen oder eine verbesserte Gebäudedämmung in Betracht ziehen. Energieberater:innen und Heizungsfachbetriebe helfen bei der Lösungsfindung, oft unterstützt durch staatliche Förderprogramme. Dies mindert langfristig das Risiko steigender Energiekosten. Die Verbraucherzentrale NRW bietet hierzu weitere Informationen an.

– Wechsel des Gasanbieters: www.verbraucherzentrale.nrw/node/6436

– Rund um Heizung und Dämmung: www.verbraucherzentrale.nrw/node/100191

– Fakeshopfinder Verbraucherzentrale NRW: www.verbraucherzentrale.nrw/fakeshopfinder-71560

– Aktuelle Veranstaltungen rund um das Thema Energie: www.verbraucherzentrale.nrw/e-veranstaltungen

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