Gruppenfoto vor Nationalmuseum. Fotos: Privat
Intensiver Austausch mit Polen vertieft Geschichtsverständnis und fördert europäisches Miteinander
16 Schülerinnen und Schüler des Rudolph-Brandes-Gymnasiums (RBG) sind kürzlich von einem intensiven und erkenntnisreichen Schüleraustausch aus Breslau (Wrocław), Polen, zurückgekehrt. Begleitet von den Lehrkräften Dinah Heilmann und Burkhard Schmidt, nahmen sie am Lyzeum Nr. 14 an einem Programm teil, das durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union gefördert wurde.
Das Programm thematisierte, inwieweit das deutsch-polnische Verhältnis noch von den Spuren nationalsozialistischer und sozialistischer Herrschaft geprägt ist. Ein Höhepunkt war das Treffen mit dem stellvertretenden Stadtpräsidenten Dr. Ryszard Kessler, der die Bedeutung der Erziehung zum kritischen Denken als Hauptaufgabe der Bildung betonte. Eine Stadtrallye durch die Breslauer Innenstadt zeigte zudem den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg massiv zerstörten Stadt.
Besuch in Auschwitz bewegt tief
Ein besonders eindringlicher Teil des Austauschs war der ganztägige Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz. Hier widmete sich die Gruppe dem wohl dunkelsten Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich tief bewegt angesichts der Originalzeugnisse – wie Koffer und Brillen –, die von den grausamen Verbrechen zeugten und einen tiefen Eindruck hinterließen.
Neben diesen ernsthaften Themen gab es viele lockere Momente des Austauschs: Spaß, Geselligkeit, sportliche Aktivitäten und gemeinsame Essensrunden förderten den Abbau von Vorurteilen und das Knüpfen persönlicher Verbindungen.
Alle Teilnehmer waren sich einig: Die persönliche Begegnung ist der beste Weg, um einen wichtigen Schritt zu einem Europa des Miteinanders zu gehen. Dieser EU-geförderte Austausch stärkte somit nicht nur das Geschichtsverständnis, sondern auch das Band der Freundschaft zwischen den Ländern.