Foto: KNUP Oerlinghausen
Oerlinghausen. Die Politgruppe des Soziokulturellen Zentrums KNUP setzt ihre Reihe „Polit-Sonntag“ fort und lädt Interessierte am Sonntag, den 8.2.2026 zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Politik ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Vorführung des Dokumentarfilms „Kein Land für Niemand“, der ein erschütterndes Szenario der nahen Zukunft zeichnet.
Ein historischer Wendepunkt:
Der 111-minütige Film der jungen Regisseure Max Ahrens und Maik Lüdemann (Deutschland 2025) thematisiert eine drastische Zuspitzung der Migrationsdebatte. Er dokumentiert einen historischen Moment: die Annahme eines migrationspolitischen Entschließungsantrags im Bundestag, der erstmals seit 1945 mit Unterstützung der vom Verfassungsschutz beobachteten AfD durchgesetzt wird.
Das Werk versteht sich als zeitnahes politisches Zeitdokument, das nicht nur die parlamentarische Entscheidung beleuchtet, sondern auch die gesellschaftlichen Folgen sichtbar macht. Es zeigt eindringlich, wie sich politische Mehrheiten verschieben und der Fokus vom Schutz Geflüchteter hin zu Abschottung und Abschreckung verlagert.
Organisatorische Hinweise
Der Einlass zur Veranstaltung beginnt ab 16.30 Uhr, der Film startet um 17.00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Einen Trailer sowie weiterführende Informationen finden Interessierte auf der Website des Zentrums unter www.knup.org