Bielefeld /WLV (Re) Eine prächtige Schmuckkrone aus Getreideähren ziert ab sofort das Foyer des Alten Rathauses in Bielefeld. Anlässlich des bevorstehenden Erntedankfestes überreichten der Kreislandfrauenverband Bielefeld und der Landwirtschaftliche Kreisverband Herford-Bielefeld am Mittwoch, den 30.9.2026, feierlich eine bunt geschmückte Erntekrone an Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer.

„Die Erntekrone steht symbolhaft für die eingebrachte Ernte und für unsere Dankbarkeit“, führte Elisabeth Baumann vom Vorstand des Kreislandfrauenverbandes Bielefeld aus. Sie betonte, dass die Krone an all jene erinnert, die täglich Verantwortung für die Landwirtschaft tragen und einen unverzichtbaren Beitrag für die Stadt Bielefeld leisten. Für die Landfrauen ist diese Übergabe auch ein Zeichen des guten Miteinanders und soll die Bedeutung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes in und um Bielefeld sichtbar machen. „Die Landwirtschaft gehört zu Bielefeld dazu“, so Baumann, „sie sorgt für Lebensmittel, gestaltet unsere Landschaft und ist ein wichtiger Teil des ländlichen Lebens.“

Symbol der Verbundenheit und harter Arbeit

Auch Hermann Dedert, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Herford-Bielefeld, hob die Bedeutung des persönlichen Austauschs zwischen Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft hervor. „Die Erntekrone steht sinnbildlich für die enge Verbundenheit des grünen Berufszweiges mit Politik und Gesellschaft“, erklärte Dedert. Sie verweise auf die Grundlagen unseres täglichen Lebens: auf den Boden, die Aussaat, das Wachsen, die Fürsorge und die tägliche Arbeit der Menschen, die unsere Lebensmittel erzeugen. Dedert betonte, dass gerade in herausfordernden Zeiten von Krisen und wachsenden Anforderungen die Erntekrone den unverzichtbaren Beitrag der Bauernfamilien zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen verdeutliche. Sie sei ein Zeichen des Dankes für die diesjährige Ernte, ein Symbol für Verantwortung, Zusammenhalt und die Zukunft der Landwirtschaft und unterstreiche die Notwendigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen.

Erntebilanz: Herausforderungen durch Wetterextreme

Darüber hinaus gab Dedert einen Überblick über die diesjährige Ernte, die er als „durchwachsen“ beschrieb. „Das diesjährige Wetter zeigte wieder einmal, dass wir Landwirte der Berufsstand sind, die in und mit der Natur arbeiten.“ Besonders die außergewöhnlich hohen Temperaturen und der fehlende Regen hätten den Kulturen zugesetzt. Die Erträge zeigten ein sehr unterschiedliches Bild, stark abhängig von Bodenqualität, Wasserhaltevermögen und lokaler Witterung. Beim Raps mussten Landwirte Ertragseinbußen von 20-30 Prozent hinnehmen, beim Getreide lagen die Verluste bei 10-20 Prozent. Auch Herbstkulturen wie Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben litten erheblich unter der Trockenheit.

Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer nahm die Erntekrone dankend entgegen: „Ich freue mich sehr über die Erntekrone und danke den Landfrauen und Landwirtinnen und Landwirten herzlich für diese schöne Geste.“ Sie betonte, dass die Krone gerade mit Blick auf das Erntedankfest daran erinnere, wie viel Arbeit, Verantwortung und Unwägbarkeiten hinter einer guten Ernte stecken. „Den Bauernfamilien in unserer Region gilt mein großer Dank für ihren täglichen Einsatz, für die Versorgung der Menschen und für ihren wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft.“ Die Erntekrone wird in den kommenden Wochen im Alten Rathaus öffentlich zu sehen sein.

Häufig gestellte Fragen

Wo ist die Erntekrone ausgestellt?

Die Erntekrone ziert ab sofort das Foyer des Alten Rathauses in Bielefeld und wird dort in den kommenden Wochen öffentlich zu sehen sein.

Wer hat die Erntekrone überreicht?

Die Erntekrone wurde vom Kreislandfrauenverband Bielefeld und dem Landwirtschaftlichen Kreisverband Herford-Bielefeld am 30. September 2026 an Oberbürgermeisterin Dr. Christiana Bauer überreicht.

Welche Bedeutung hat die Erntekrone laut den Verbänden?

Laut Elisabeth Baumann vom Kreislandfrauenverband Bielefeld steht die Erntekrone symbolhaft für die eingebrachte Ernte und für Dankbarkeit. Hermann Dedert vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Herford-Bielefeld sieht sie als Symbol der Verbundenheit des grünen Berufszweiges mit Politik und Gesellschaft und als Zeichen des Dankes für die Ernte.

Wie war die Ernte in diesem Jahr in der Region?

Hermann Dedert beschrieb die Ernte als „durchwachsen“. Besonders hohe Temperaturen und fehlender Regen führten zu Ertragseinbußen von 20-30 Prozent beim Raps und 10-20 Prozent beim Getreide. Auch Herbstkulturen wie Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben litten erheblich unter der Trockenheit.