Lose Körner sind in wettergeschützten Futtersilos gut aufgehoben. Fotos: NABU Leopoldshöhe, Dirk Eger
NABU Leopoldshöhe informiert
Der Winter hat uns fest im Griff, und mit Schnee und Eis wird die Nahrungssuche für unsere heimischen Vögel zur Herausforderung. Der NABU Leopoldshöhe betont, dass die gefiederten Tiere nun dringend auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Dabei gilt ein einfacher Grundsatz: Je vielfältiger das Futterangebot ist, desto bunter wird die Schar der Vogelarten an der Futterstelle.
Das Rezept für den perfekten Meisenknödel
Wer den Vögeln etwas Gutes tun möchte, kann das Futter leicht selbst herstellen. Benötigt werden: Fett (z.B. Rindertalg oder Kokosfett) und Pflanzenöl. Auf keinen Fall dürfen gewürzte Speisereste verwendet werden!
Für die Mischung erwärmt man 500g Fett mit zwei Esslöffeln Öl, bis es flüssig ist, und rührt etwa 500g Körner (Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Nüsse), eine Handvoll Beeren und getrocknete Mehlwürmer oder (getrocknete) Soldatenfliegenlarven unter. Die Masse lässt man anschließend in Förmchen aushärten.
Sicherheit und der richtige Standort
Platzieren Sie das Futter möglichst im Schatten, damit das Fett nicht weich wird. Ein wichtiger Sicherheitshinweis des NABU: Gekaufte Knödel sollten stets ohne Netz aufgehängt werden, da hier eine hohe Verletzungsgefahr besteht. Futterhalter oder -federn sind die hygienische und sichere Alternative.
Nicht alle Vögel fressen hängend: Für Bodenfresser kann an geschützter Stelle eine kleine Menge Körnermischung gestreut werden – jedoch unter ständiger Kontrolle, um keine Ratten anzulocken. Amseln und Drosseln freuen sich zudem besonders über weiche, schrumpelige Äpfel. Neben der Fütterung sollten wir bei Frost auch für eine freie Wasserstelle sorgen