Leopoldshöhe. Der SPD-Ortsverein Leopoldshöhe-Süd hat langjährige Mitglieder für ihr herausragendes politisches und gesellschaftliches Engagement geehrt. Die Veranstaltung würdigte die tiefe Verwurzelung der Partei in der Gemeinde und die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit, die das Fundament der lokalen Demokratie bildet.

Eine Familiengeschichte der SPD: Hans Koppmann

Besondere Anerkennung galt dem fast 80-jährigen Hans Koppmann. Seine SPD-Wurzeln reichen bis 1910 zurück, als seine Großeltern den Ortsverein Asemissen gründeten. Trotz verlockender Abwerbeversuche politischer Mitbewerber blieb der ehemalige Friseurmeister seiner Gesinnung stets treu. Koppmann engagierte sich im Gemeinderat, der Freiwilligen Feuerwehr und leitet heute als Vorsitzender den lippischen Kreisverband des Sozialverbandes Deutschland (SoVD). Bürgermeister Martin Hoffmann lobte ihn treffend: „Da ist einer in der SPD, der kümmert sich.“

50 Jahre Treue: Verdiente Persönlichkeiten

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden weitere Persönlichkeiten geehrt. Altbürgermeister Gerhard Schemmel, dessen Amtszeit von 1994 bis 2021 reichte, wurde von der ehemaligen NRW-Ministerin Ute Schäfer für seine Verdienste gewürdigt. Unter seiner Führung fielen Meilensteine wie die Umgestaltung des Marktplatzes, der Bau der Umgehungsstraße für Leopoldshöhe sowie der Ausbau zur familienfreundlichen Kommune.

Helmut Holthöfer, einst Leiter des Bauamtes der Stadt Oerlinghausen und dessen Großvater bereits Bürgermeister in Greste war, betonte ein entscheidendes Erfolgsrezept für gelungene Kommunalpolitik: „Man muss mit den Leuten sprechen.“ Uwe Fauck brachte sich über drei Jahrzehnte im Jugendhilfeausschuss des Kreises Lippe ein und gestaltet den Ortsverein heute aktiv als Beisitzer im Vorstand mit. Inge Berghoff setzte sich jahrzehntelang in der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) unermüdlich für Frauenrechte und Kinderbetreuung ein. Die SPD-Landtagsabgeordnete Ellen Stock mahnte in diesem Zuge an, dass diese Rechte bis heute keine Selbstverständlichkeit seien.

Blick in die Zukunft und Sonderehrungen

Die ehemalige Ministerin Ute Schäfer hob die tiefe Verwurzelung der SPD in Leopoldshöhe hervor und gab den jüngeren Mitgliedern ein wegweisendes Zitat des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt mit auf den Weg: „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen ist, sie zu gestalten.“ Eine Sonderehrung erhielt zudem Manfred Burkamp von Ortsvereinsvorsitzendem Erik Sroczynski für seinen erfolgreichen Einsatz zur Umsetzung des historischen Grenzsteins in Asemissen.

Häufig gestellte Fragen

Wer wurde bei der Veranstaltung der SPD Leopoldshöhe-Süd geehrt?

Der SPD-Ortsverein Leopoldshöhe-Süd ehrte langjährige Mitglieder wie Hans Koppmann, Altbürgermeister Gerhard Schemmel, Helmut Holthöfer, Uwe Fauck und Inge Berghoff für ihr politisches und gesellschaftliches Engagement.

Welche besonderen Verdienste hatte Hans Koppmann?

Hans Koppmann, dessen Familie seit 1910 in der SPD aktiv ist, engagierte sich im Gemeinderat und der Freiwilligen Feuerwehr. Heute leitet er den lippischen Kreisverband des Sozialverbandes Deutschland (SoVD).

Was sind Beispiele für die Erfolge von Altbürgermeister Gerhard Schemmel?

Unter Altbürgermeister Gerhard Schemmel (Amtszeit 1994-2021) wurden der Marktplatz umgestaltet, die Umgehungsstraße für Leopoldshöhe gebaut und die Gemeinde zu einer familienfreundlichen Kommune ausgebaut.

Wofür setzte sich Inge Berghoff ein?

Inge Berghoff setzte sich jahrzehntelang in der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) unermüdlich für Frauenrechte und Kinderbetreuung ein.