
Foto: KNUP Oerlinghausen
Gesellschaftliches Engagement in Oerlinghausen
Angesichts zunehmender rechter Tendenzen ruft die Politgruppe des selbstverwalteten Zentrums KNUP zu einem wichtigen Austausch auf: Am Sonntag, den 25.1.2026 um 15.00 Uhr, findet in den Räumlichkeiten an der Detmolder Straße 102 ein offenes Politgruppen-Treffen statt. Ziel der Veranstaltung ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich zu vernetzen und gemeinsam Strategien für einen konsequenten Antifaschismus sowie eine solidarische Gesellschaft zu entwickeln. Die Einladung richtet sich dabei explizit auch an junge Menschen in Oerlinghausen.
Hintergrund: Wahlergebnisse und Alltagserfahrungen
Den Anlass für die Mobilisierung bilden unter anderem die lokalen politischen Entwicklungen. Die Organisator*innen verweisen auf den Einzug der AfD in den Rat der Stadt Oerlinghausen, wo die Partei 6,2 Prozent der Stimmen erreichte, sowie auf einen Bürgermeisterkandidaten aus dem extrem rechten Spektrum, der 13,6 Prozent verbuchen konnte. Nach Einschätzung der Initiator*innen manifestiert sich dieser Rechtsruck jedoch nicht nur in Wahlergebnissen. Rechte Parolen, rassistische Sticker und Schmierereien seien zunehmend im Stadtbild sowie in Schulen und Betrieben sichtbar.
Darüber hinaus blicken die Veranstalter besorgt auf bundesweite Entwicklungen. Dazu zählen Angriffe auf selbstverwaltete Schutzräume, die Bedrohung der queeren Community sowie die Normalisierung menschenfeindlicher Forderungen. Auch die Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht und hohe Rüstungsausgaben bei gleichzeitigen Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich werden als Themen identifiziert, die besonders die junge Generation betreffen.
Mitmachen und Diskutieren
Beim offenen Treffen sollen diese Themen gesammelt und diskutiert werden. Zentrale Fragen sind: Was bewegt die Menschen vor Ort? und Wie können sich Interessierte konkret einbringen? Die Politgruppe des KNUP engagiert sich bereits seit Jahren antifaschistisch, organisiert Vorträge und ist sowohl im „DemokratieFORUM Oerlinghausen“ als auch im überregionalen „Netzwerk gegen Rechts Lippe“ aktiv. Das Treffen steht allen Interessierten offen, unabhängig von Vorerfahrungen – im Mittelpunkt stehen Austausch und gemeinsames Handeln.



