Historische Museum lädt ein:
Vortrag zu Mythen und Realität
Bielefeld (bi) Sexualisierte Gewalt ist kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem. Doch warum halten sich hartnäckige Mythen wie „Opfer haben die Tat provoziert“ oder „Vergewaltigungen sind Ausnahmen“? In dem Vortrag „Sexualisierte Gewalt – Mythen, Realität und welche Hilfe es für die Betroffenen gibt“ im Historischen Museum am Mittwoch, den 17.6.2026, um 18.30 Uhr analysiert Dr. Sandra Schwark die Mechanismen der Vergewaltigungskultur – ein Zustand, in dem Gewalt gegen Frauen als unvermeidlich akzeptiert wird.
Folgen von Mythen und Lösungsansätze
Besonders wichtig ist die Auseinandersetzung mit den Folgen dieser Mythen: Sie führen dazu, dass die meisten Taten nicht angezeigt werden, Betroffene sich schämen und der Justizprozess oft eine erneute Viktimisierung bedeutet. Dr. Schwark zeigt auf, wie wir als Gesellschaft durch Aufklärung, Prävention und gesellschaftliches Umdenken diesen Kreislauf durchbrechen können.
Praxiseinblicke vom Frauennotruf Bielefeld
Magdalene Sadura ist seit 23 Jahren im Frauennotruf Bielefeld tätig und wird von der praktischen Arbeit in der Fachstelle bei sexualisierter Gewalt berichten: von der stabilisierenden traumasensiblen Beratung ebenso wie von der Begleitung im Rahmen einer möglichen Strafanzeige oder von der Angehörigenberatung. Gerne werden auch Publikumsfragen beantwortet.
Organisatorische Hinweise
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Frauennotruf Bielefeld e.V. statt. Die Teilnahme kostet sechs Euro. Eine Anmeldung ist Tel.: 0521-513635 möglich.

