Städtebündnis ruft zu nuklearer Abrüstung auf und setzt mit Flaggentag ein deutliches Zeichen

2. Juli 2026 | Bad Salzuflen

Grün-weiße Fahne von Bürgermeister für den Frieden am Mast vor blauem Himmel und einem Baum

Bad Salzuflen hisst Flagge des weltweiten Netzwerkes „Mayors for Peace“

Historisches IGH-Urteil zu Atomwaffen

Bad Salzuflen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag stellte vor genau drei Jahrzehnten, am 8.7.1996, in einem Rechtsgutachten fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte er die völkerrechtliche Pflicht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.

Wachsende Bedrohung durch Atomwaffen und Wettrüsten

Doch gegenwärtig spielen Atomwaffen wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik. Das nukleare Abrüstungsregime scheint geschwächt. Nach Einschätzungen von Expertinnen und Experten des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI (Stockholm International Peace Research Institute) verfügen die neun Atommächte noch immer über 12.187 Atomsprengköpfe. Die Friedensforscherinnen und -forscher warnen zudem vor einem neuen Wettrüsten der Atommächte.

„Mayors for Peace“ setzen Zeichen für Abrüstung

Um einer neuen Dynamik des nuklearen Wettrüstens entgegenzutreten, setzen die „Mayors for Peace“-Mitgliedsstädte mit dem Hissen der „Mayors for Peace“-Flagge vor den Rathäusern am kommenden Mittwoch, den 8.7.2026 ein deutliches Zeichen. „Wie auch die Stadt Bad Salzuflen“, bekräftigt Bürgermeister Dirk Tolkemitt. „Es darf keine neue Spirale atomarer Aufrüstung geben. Als Mitglied im weltweiten Bündnis rufen wir am Flaggentag zu nuklearer Abrüstung auf.“ Deshalb sei es wichtig, am 30. Jahrestag des IGH-Rechtsgutachtens Flagge zu zeigen und gegen ein neues atomares Wettrüsten einzutreten, sagt Stadtoberhaupt Tolkemitt abschließend.

Weltweit agierendes Netzwerkbündnis „Mayors for Peace“

Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. 8.579 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter 931 Städte in Deutschland. Rund 600 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.

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