Kreis Lippe/Bielefeld. Die kalte Jahreszeit bringt sie wieder mit sich: Atemwegsinfektionen, die den Menschen im Kreis Lippe und in Bielefeld derzeit stark zu schaffen machen. Schon im ersten Halbjahr dieses Jahres waren diese Infektionen der häufigste Grund für Krankschreibungen: 26,3 Prozent in Lippe und 29,3 Prozent in Bielefeld. „Aufgrund der Jahreszeit muss in den nächsten Wochen mit einer weiteren Zunahme von Virusinfektionen gerechnet werden“, warnt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Die AOK NordWest appelliert daher eindringlich an alle Bürger im Kreis Lippe, sich jetzt gegen die Virusgrippe impfen zu lassen.

Grippe: Eine ernstzunehmende Gefahr

Der optimale Zeitraum für eine Grippeimpfung ist Oktober bis November. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI empfiehlt die jährliche Impfung besonders für Menschen ab 60 Jahren, da deren Abwehrkräfte nachlassen. Grippe kann dann gefährliche Folgen wie Lungenentzündungen, Herzinfarkte oder Schlaganfälle haben und Asthma verschlimmern. Die STIKO rät auch Schwangeren, chronisch Kranken, medizinischem Personal und Personen mit viel Publikumsverkehr zur Impfung. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen gegen Vorlage der Gesundheitskarte.

Wann und wo impfen lassen?

Nach der Impfung dauert es bis zu 14 Tage, bis der Schutz wirkt. Da sich Grippeviren jährlich ändern, wird der Impfstoff stets angepasst. Die Impfung ist bei allen niedergelassenen Ärzten möglich. Für Personen ab 18 Jahren bieten auch qualifizierte Apotheken diesen Service an.

Trotz Risiken: Impfbereitschaft bleibt gering

Trotz der ernsten Risiken einer Influenza war die Impfbereitschaft in Westfalen-Lippe 2025 gering, besonders bei Älteren ab 60. Nur jeder vierte AOK-Versicherte (24,8 Prozent) in dieser Risikogruppe ließ sich impfen – eine besorgniserregende Quote.

Der Unterschied: Grippe ist nicht gleich grippaler Infekt

Die echte Virusgrippe „Influenza“ darf nicht mit einem „grippalen Infekt“ (Erkältung) verwechselt werden. Während Erkältungen milder verlaufen, führt die Grippe oft zu einem schweren Verlauf mit hohem Fieber, starken Schmerzen und Reizhusten. Influenza ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, die nicht unterschätzt werden sollte.

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist eine Grippeschutzimpfung wichtig?

Die Grippe kann gefährliche Folgen wie Lungenentzündungen, Herzinfarkte oder Schlaganfälle haben und Asthma verschlimmern. Sie ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, die nicht mit einem grippalen Infekt verwechselt werden darf.

Wer sollte sich laut STIKO impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des RKI empfiehlt die jährliche Impfung besonders für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke, medizinisches Personal und Personen mit viel Publikumsverkehr.

Wann und wo kann man sich impfen lassen?

Der optimale Zeitraum für eine Grippeimpfung ist Oktober bis November. Die Impfung ist bei allen niedergelassenen Ärzten möglich. Für Personen ab 18 Jahren bieten auch qualifizierte Apotheken diesen Service an.

Wer übernimmt die Kosten für die Grippeimpfung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten gegen Vorlage der Gesundheitskarte.