Der Kreis Lippe und Bielefeld verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 einen anhaltend hohen Krankenstand von 6,6 Prozent bei den AOK-versicherten Beschäftigten, wobei Atemwegserkrankungen die häufigste Ursache waren. Dies geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NordWest hervor. Im Kreis Lippe lag der Krankenstand bei 6,6 Prozent, ein leichter Rückgang gegenüber 6,7 Prozent im ersten Halbjahr 2025. In Bielefeld verzeichnete man ebenfalls 6,6 Prozent, nach 6,8 Prozent im Vorjahr.

Die Zahlen verdeutlichen die anhaltende Belastung: Die rund 54.000 AOK-versicherten Erwerbstätigen im Kreis Lippe und 45.100 in Bielefeld fehlten in den ersten sechs Monaten des Jahres durchschnittlich an 11,9 Tagen im Job. „Der Krankenstand verharrt nach wie vor auf einem hohen Niveau“, bestätigt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Er betont weiter: „Atemwegserkrankungen waren erneut der häufigste Grund für eine Krankschreibung und waren für mehr als ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitsfälle verantwortlich.“

Atemwegserkrankungen dominieren Fehlzeitenstatistik

Tatsächlich verursachten Atemwegserkrankungen im ersten Halbjahr 2026 mit 26,3 Prozent im Kreis Lippe (29,3 Prozent in Bielefeld) den weitaus größten Anteil aller Arbeitsunfähigkeitsfälle. Mit deutlichem Abstand folgten Muskel- und Skeletterkrankungen (13,6 Prozent in Lippe, 14,4 Prozent in Bielefeld) sowie Verdauungserkrankungen (7,6 Prozent in Lippe, 7,5 Prozent in Bielefeld) und Verletzungen mit rund sechs Prozent. Die durchschnittliche Dauer einer Arbeitsunfähigkeit betrug im Kreis Lippe 9,4 Tage und in Bielefeld 8,8 Tage.

Prävention und Gesundheitsförderung sind entscheidend

Die AOK NordWest unterstreicht die Notwendigkeit von Investitionen in die Gesundheit der Beschäftigten. Dabei spielen sowohl gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen als auch die individuelle Vorsorge eine entscheidende Rolle. Ein wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) kann maßgeblich dazu beitragen, gesundheitliche Belastungen frühzeitig zu erkennen, präventive Maßnahmen zu schaffen und die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter langfristig zu sichern.

„Wir bauen unsere Angebote immer weiter aus“, erklärt Wehmhöner. Die Gesundheitskasse unterstützt Unternehmen im Kreis Lippe aktiv durch Analysen, Beratungen und passgenaue Gesundheitsangebote, um Gesundheit dauerhaft im Arbeitsalltag zu verankern. „Mit speziellem Know-how durch eigene qualifizierte Präventionsfachkräfte, persönlicher Beratung und bedarfsgerechten BGF-Angeboten unterstützen wir Unternehmen in der Region dabei, ihre Beschäftigten im Rahmen von Präventions- und Gesundheitsprogrammen zu schützen“, so Wehmhöner abschließend.

Weitere Informationen zu den AOK-Angeboten zur betrieblichen Gesundheitsförderung sind online unter www.aok.de/fk/betriebliche-gesundheit/grundlagen/betriebliche-gesundheitsfoerderung/ verfügbar.

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Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Krankenstand in Lippe und Bielefeld im ersten Halbjahr 2026?

Der Krankenstand der AOK-versicherten Beschäftigten lag sowohl im Kreis Lippe als auch in Bielefeld im ersten Halbjahr 2026 bei 6,6 Prozent.

Was sind die Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit im Kreis Lippe und Bielefeld?

Atemwegserkrankungen waren mit 26,3 Prozent im Kreis Lippe (29,3 Prozent in Bielefeld) der häufigste Grund für Arbeitsunfähigkeiten. Danach folgten Muskel- und Skeletterkrankungen.

Was schlägt die AOK NordWest zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz vor?

Die AOK NordWest betont die Notwendigkeit von Investitionen in die Gesundheit der Beschäftigten und ein wirksames Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Laut AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner werden Unternehmen im Kreis Lippe aktiv mit Analysen, Beratungen und passgenauen Gesundheitsangeboten unterstützt.

Wie lange dauert eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit in der Region?

Die durchschnittliche Dauer einer Arbeitsunfähigkeit betrug im ersten Halbjahr 2026 im Kreis Lippe 9,4 Tage und in Bielefeld 8,8 Tage.